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Bergwacht rettet verirrten Skitourengeher im Schneesturm | BR24

© Bergwacht Berchtesgaden

Bergretter helfen einem Skitourengeher.

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Bergwacht rettet verirrten Skitourengeher im Schneesturm

Ein Skitourengeher hat im Nationalpark Berchtesgaden bei starkem Schneefall die Orientierung verloren. Wie die Bergwacht meldet, saß er bei Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern im felsdurchsetzten Gelände fest. 25 Bergretter kamen ihm zu Hilfe.

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Die Einsatzkräfte bereiteten sich am Montagabend auf eine größere Suche nach dem Skitourengeher vor, da sie den Mann aufgrund des Sturms nur sehr schlecht am Telefon verstanden hatten. Deshalb konnten sie nicht genau ermitteln, wo er sich befand. Neben den Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau rückte sicherheitshalber auch die Bergrettung im österreichischen Golling aus.

Not-Biwak: Skitourengeher gräbt sich im Schnee ein

Wegen der sehr widrigen Wetterverhältnisse war Eile geboten. Der Skitourengeher hatte seine Skier und einen Stock verloren. Er versuchte sich dennoch so gut wie möglich selbst zu helfen: Er grub sich im felsdurchsetzten Latschengelände etwas windgeschützt in einer Art Not-Biwak im Schnee ein, um nicht auszukühlen.

Aufstieg mit Skiern zum Schneibstein

Die Retter fuhren mit zwei Fahrzeugen zur Jenner-Bergstation und machten sich von dort aus mit Skiern auf zum Schneibstein. Bei der Suche bekamen die 25 Rettungskräfte Hilfe vom Wirt einer benachbarten Alpenhütte. Der Mann sah das Licht des Verirrten und konnte so das Suchgebiet eng eingrenzen. An der Nordostseite trafen der Suchtrupp schließlich auf den unverletzten Mann.

Helfer bringen Biwak-Material und Wechselwäsche

Die Einsatzkräfte wärmten den Skitourengeher mit Biwak-Material und Wechselwäsche und brachten den 46-Jährigen zum nahen Stahlhaus. Dort kehrte er für die Nacht ein. Am folgenden Tag konnte ihn die Bergwacht nach der aufwändigen Aktion sicher ins Tal bringen.