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Wegen des Teil-Lockdowns müssen Bayerns Skilifte nach aktuellem Stand bis zum 10. Januar geschlossen bleiben. Während dies vor allem in den Alpen vor Unmut sorgt, bleiben die Liftbetreiber in der Bayerischen Rhön vorerst gelassen.

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Skilifte in der Rhön: Saisonstart wegen Corona ungewiss

Wegen des Teil-Lockdowns müssen Bayerns Skilifte nach aktuellem Stand bis zum 10. Januar geschlossen bleiben. Während dies vor allem in den Alpen für Unmut sorgt, bleiben die Liftbetreiber in der Bayerischen Rhön gelassen.

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Von
  • Anke Gundelach

Die Frage, ob Weihnachten weiß wird, spielt für viele Wintersportfreunde in der Corona-Saison kaum eine Rolle. Denn selbst wenn sie wollten, könnten sie ihrem Hobby derzeit nicht nachgehen. Wegen des Teil-Lockdowns, der bis zum 10. Januar verlängert wurde, müssen die Skilifte in Bayern geschlossen bleiben. Vor allem in den Alpen sorgt das für Unmut. Die Liftbetreiber in der Bayerischen Rhön hingegen bleiben vorerst gelassen.

Saisonstart im Januar nicht ungewöhnlich

Skibetrieb vor Weihnachten war hier in den letzten Jahren mangels Schnee ohnehin die Ausnahme. Ein Saisonstart erst Mitte oder Ende Januar sei nicht ungewöhnlich, sagt Matthias Adrian, der Betreiber der Arnsberg-Skilifte. Er und seine Helfer sind allerdings auf die Saison vorbereitet und wollen in den nächsten Tagen nur noch die Bügel an den Schleppliften anbringen, damit es später nicht hektisch wird. Ein Hygienekonzept für den Corona-Winter hat der Rhöner Skiliftbetreiber bereits vorbereitet. Auch Justin Fuß von den Kreuzbergliften lässt sich von den Corona-Beschränkungen nicht nervös machen. Mit dem Anbringen der Liftbügel will er sogar noch bis nach Weihnachten warten.

Skilift in der Rhön: Hobby mit Herzblut

"Es ist ein Hobby, und die ganze Familie hängt mit Herzblut daran, sonst würde es auch nicht funktionieren", sagt Matthias Adrian. Ganz klar: es braucht eine große Portion Idealismus, um in der Rhön einen Skilift zu betreiben. Aber die Freude auf den Gesichtern der Skifahrer, vor allem der Kinder, meint Adrian, gebe ihm immer wieder aufs Neue den Anreiz, weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Trend geht zu anderen Wintersportarten

Unterdessen geht der Trend auch in der Rhön mittlerweile stärker zu Wintersportarten, die unabhängig vom Liftbetrieb möglich sind. Dazu gehören zum Beispiel Skilanglauf, Schneeschuhwandern oder Tourengehen. Das werde immer stärker nachgefragt, sagt etwa Nicolas Schmiedel, der Inhaber eines Sportgeschäfts im Bischofsheimer Stadtteil Haselbach. Das Traditionsgeschäft am Fuß des Kreuzbergs ist eine bekannte Anlaufstelle für Skifahrer und Tagestouristen, die sich ihre Ausrüstung dort auch leihen können. Dafür gebe es aber momentan keine Nachfrage.

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