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Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Bauarbeiten unter Zeitdruck | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Es hat lange gedauert bis die Entscheidung gefällt war, was alles für die Ski-WM 2021 in Oberstdorf gebaut werden soll. Mittlerweile laufen die Bauarbeiten. Aber der Zeitplan ist sehr eng.

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Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Bauarbeiten unter Zeitdruck

Es hat lange gedauert bis die Entscheidung gefällt war, was alles für die Ski-WM 2021 in Oberstdorf gebaut werden soll. Mittlerweile laufen die Bauarbeiten. Aber der Zeitplan ist sehr eng.

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Monatelang haben sie in Oberstdorf gestritten, was das Bauprogramm zur WM in Oberstdorf denn so alles beinhalten soll und wie teuer die Nordische Ski-WM 2021 werden darf. Und als schon viele dachten, das wird nichts mehr, haben sich die Gemeinderäte dann doch noch auf ein 39 Millionen Euro schweres Paket geeinigt, um ihre Sportstätten fit zu machen für die Weltmeisterschaft. Danach mussten die Planer in Rekordzeit arbeiten, denn bis zur WM 2021 ist es nicht mehr weit. Im März haben die Bauarbeiten im Skisprung- und im Langlaufstadion in Oberstdorf begonnen.

Wenig Zeit für Bauarbeiten

Zur Zeit (31.10.19) graben sich die Bagger durch den Aufsprunghang unterhalb der abgerissenen Kleinschanzen im Oberstdorfer Skisprungstadion. Die Großschanze oben ist eingerüstet, Baukräne heben das Material für einen neuen Steg hoch zu den Bauarbeitern. Im Auslauf unten im Stadion pflügen sich Laster, Radlader und Betonmischer durch den Schlamm. In zwei Monaten steigt hier die Vierschanzentournee - bis dahin hat der Bautrupp noch viel zu tun.

Neue Schanzen und Unterkünfte für Sportler

Für die Nordische Ski-WM 2021 wird das Skisprungstadion einmal runderneuert: Die Großschanzen werden auf den neuesten Stand gebracht, die Kleinschanzen neu gebaut, die Aufsprunghügel neu modelliert, für die Sportler gibt es neben der Schanze nach Jahren in Containern endlich vernünftige Räume.

Enormer Arbeitsaufwand und wenig Zeit bis zur Ski-WM

Die großen Arbeiten müssen alle noch vor diesem Winter über die Bühne gehen, nächstes Frühjahr und im Sommer kommen dann die Feinheiten dran. Vor dem ersten Schnee und dem Beginn der Trainings im Stadion wird es für Projektleiter Florian Speigl und alle Beteiligten auf dem Bau deshalb noch mal richtig sportlich: "Wir müssen die Anlagen alle wettkampftauglich fertigstellen. Und da haben wir noch viel Arbeit zu tun. Man sieht es ja auch hier im Stadion. Es sind noch Bagger da, es ist noch zu asphaltieren, es sind Beläge aufzubringen, es sind Banden zu bauen, elektrische Leitungen zu legen und, und, und."

Steile Hänge, wenig Platz und etliche Baufirmen auf der Baustelle

Erschwerend kommt hinzu: In der Audi Arena ist zwischen den Zuschauertribünen und den steilen Hängen nicht viel Platz, trotzdem sind zig Baufirmen gleichzeitig im Einsatz, um möglichst viel noch vor dem Winter zu schaffen. Die Großbaustelle im Stadion - eine logistische Meisterleistung: "Wir sind im schwierigen Gelände, wir haben wenig Baustelleneinrichtungsflächen und trotzdem ist es uns gelungen, sieben Baukräne in die Anlage zu stellen, damit man überall arbeiten kann", sagt Florian Speigl.

Das Oberstdorfer Langlaufstadion wird komplett umgebaut

Aber nicht nur in der Skisprung-Arena wird gebaut: Das Langlaufstadion im Ried ist eine noch viel größere Baustelle. Das ganze Gelände mit den Loipen wird neu modelliert, es gibt ein neues Funktionsgebäude, eine Maschinenhalle und eine Hochleistungs-Beschneiungsanlage mit allem, was dazugehört. Der Bau läuft auf Hochtouren. Auch wenn es das Wetter mit wenigen Grad über Null und tagelangem Regen den Baufirmen nicht leicht macht.

Wird das Langlaufstadion rechtzeitig fertig?

Der Laie steht im Stadion und denkt sich: Wie soll das möglich sein, dass hier bald Sportler statt Baumaschinen das Bild prägen. Aber wenn Projektleiter Florian Speigl sich so umschaut, ist er zuversichtlich, dass es hinhaut mit dem Zwischenspurt auf der Großbaustelle: "Der Schneiteich ist mit Wasser gefüllt, in der Pumpstation wird grad alles zusammengebaut. Die Gebäude sieht man auch schon ganz gut, an den Außenanlagen wird gearbeitet – also, wenn nicht morgen der Schnee fällt, dann schaffen wir’s."