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Skelettfund bei Aschaffenburg: 16-jährige Syrerin identifiziert | BR24

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Suchaktion in einem Wald bei Aschaffenburg

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Skelettfund bei Aschaffenburg: 16-jährige Syrerin identifiziert

Bei dem in einem Wald bei Aschaffenburg gefundenen menschlichen Skelett handelt es sich um die sterblichen Überreste eines syrischen Mädchens. Das ergab die Obduktion. Die 16-Jährige galt seit Mai 2017 als vermisst. Nach ihrem Vater wird gefahndet.

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Nachdem die Polizei am vergangenen Sonntag von einem Skelettfund im Wald bei Aschaffenburg berichtet hat, ist nun die Identität geklärt: Die rechtsmedizinische Untersuchung der Knochen habe zweifelsfrei ergeben, dass es sich um die 16-jährige Schülerin Mezgin aus dem Landkreis Aschaffenburg handelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in mit.

Mezgin seit Mai 2017 vermisst

Das Flüchtlingsmädchen war im Mai 2017 als vermisst gemeldet worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus und hält den 44 Jahre alten Vater des Mädchens, Hashem N., für dringend tatverdächtig. Nach ihm wird bereits seit Anfang Juni 2017 in anderer Sache gefahndet - gegen ihn besteht ein Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags an dem 23-jährigen damaligen Freund seiner Tochter.

Das Skelett wurde von Spaziergängern am 9. Dezember am Findberg gefunden. Die 16-jährige Mezgin wurde seit dem 4. Mai 2017 vermisst. Angehörige hatten sich an die Polizei gewandt, nachdem das Mädchen nach der Berufsschule nicht nach Hause gekommen war.

© Farsin Behnam/BR-Mainfranken

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Ermittlungskommission "Rucksack"

Die zehnköpfige Kommission "Rucksack" führt die Ermittlungen in dem Fall. Inwiefern das Treffen des Vaters mit dem Freund der Tochter etwas mit deren Verschwinden zu tun hat, sei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, hieß es. Darüber hinaus bestehe gegen den Vater auch noch ein früherer internationaler Haftbefehl, so die Ermittler. Dabei gehe es um die Vollstreckung einer rechtskräftigen Haftstrafe von neun Monaten, die das Amtsgericht Aschaffenburg am 17. Mai 2017 gegen ihn verhängt habe. Das Gericht habe ihn schuldig gesprochen, seine Tochter im Mai und Juni 2016 geschlagen und ihr dabei Blutergüsse zugefügt und sie in einem dieser Fälle auch bedroht zu haben.