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Bundesweiter Warntag: Heute heulen die Sirenen | BR24

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Am Donnerstag um 11 Uhr wird es laut. Beim ersten bundesweiten Warntag wird in ganz Deutschland Alarm ausgelöst und das auf allen Kanälen, mit Sirenen, Lautsprecherwagen oder auch Handy-Warn-Apps. Sogar das Radioprogramm wird unterbrochen.

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Bundesweiter Warntag: Heute heulen die Sirenen

Am Donnerstagvormittag heulen im ganzen Land die Sirenen, Sendungen werden unterbrochen und Smartphones geben eine Warnmeldung ab. Beim bundesweiten Probealarm werden alle verfügbaren Warnmittel getestet.

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Ab elf Uhr vormittags heulen am Donnerstag die Sirenen: Dann findet zum ersten Mal der bundesweite Warntag in Deutschland statt. Dieser wird von nun an jedes Jahr jeweils am zweiten Donnerstag im September vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) durchgeführt.

Sirenen heulen, Sendungen werden unterbrochen

Am Donnerstag lösen alle Landkreise, Städte und Gemeinden zeitgleich um 11.00 Uhr ihre Warnmittel, Apps oder Sirenen aus, egal, ob diese an das Modulare Warnsystem "MoWaS", angeschlossen sind oder manuell aktiviert werden müssen, heißt es einer Mitteilung. Das können neben den fest installierten Sirenen auch Lautsprecherwagen sein. Demnach würden auch Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen oder einen Hinweistext einblenden.

Entwarnung um 11.20 Uhr

Auf digitalen Hinweisschildern sollen zudem Probewarnungen erscheinen. Um 11.20 Uhr soll dann auf allen Ebenen das allgemeine Signal zur Entwarnung erfolgen.

Warum am 10. September?

Im größten Teil des Landes ist dann schon wieder Schule, so dass man davon ausgehen kann, möglichst viele Menschen zu erreichen.

Warum sind Sirenen heute noch nötig?

Die Sirenen stammen teils noch aus der Zeit es Zweiten Weltkriegs. Dennoch gelten sie vor allem nachts als zuverlässiges Warnmittel. Ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind.

Wozu braucht man dann noch andere Warnmittel?

Sirenen können nur kundtun, dass Gefahr im Verzug ist, aber nicht welche. Über Lautsprecherfahrzeuge kann man die Bevölkerung viel konkreter warnen. Und über die App NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kommt die Warnung sogar direkt auf das Handy. Diese App ist mit dem sogenannten Modularen Warnsystem des Bundes verknüpft, das Warnungen des BBK und lokale Warnungen der Leitstellen verbreitet. NINA empfängt aber auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserwarnungen. Andere Warn-Apps sind BIWAPP (Bürger Info und Warn App), KATWARN sowie diverse regionale Warn-Apps.

Akzeptanz für Warnmeldungen soll erhöht werden

"Es hat sich gezeigt, dass Menschen in Krisensituationen vor allem auf Bekanntes und bereits Erlerntes zurückgreifen", sagt Christoph Unger, Präsident des BBK. Deshalb sei es sinnvoll, so etwas einzuüben.

Der bundesweite Warntag solle dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen für eine Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen. So sollen auch Selbstschutzfertigkeiten gestärkt werden. Die Entwicklungen der Corona-Pandemie in diesem Jahr zeige laut Behörde, wie wichtig und aktuell das Thema Bevölkerungswarnung sei. Der bundesweite Warntag ergänzt den im Freistaat Bayern ebenfalls im September jeden Jahres durchgeführten landesweit einheitlichen Probealarm.

Und im Ernstfall?

Das BBK sagt dazu: "Mit jeder Warnung erhalten Sie in der Regel Informationen zur Gefahr und Empfehlungen, was Sie zu Ihrem Schutz tun können. Generell gilt: Bewahren Sie Ruhe, informieren Sie sich über die Medien und unterrichten Sie gegebenenfalls Ihre Nachbarn."

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Am kommenden Donnerstagvormittag heulen im ganzen Land die Sirenen, Sendungen werden unterbrochen und Smartphones geben eine Warnmeldung ab. Beim bundesweiten Probealarm werden alle verfügbaren Warnmittel getestet.

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