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Singen zwischen Säulen: 25 Jahre Straße der Menschenrechte | BR24

© BR Fernsehen

Die Straße der Menschenrechte in Nürnberg feiert 25-jähriges Jubiläum. An den Feierlichkeiten nahmen mehrere Hundert Menschen teil.

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Singen zwischen Säulen: 25 Jahre Straße der Menschenrechte

Zum 25. Jubiläum der Straße der Menschenrechte hat die Stadt Nürnberg eine große Geburtstagsaktion organisiert. Hunderte Nürnberger waren gekommen, um den Geburtstag zu feiern.

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Auch der israelische Künstler Dani Karavan, der die Straße der Menschenrechte geschaffen hat, war zu der Geburtstagsaktion angereist. Gemeinsam sangen die Menschen, ein Geburtstagsständchen, sowie den 1. Artikel der Menschenrechte und das Lied "Die Gedanken sind frei". Danach schnitt Dani Karavan zusammen mit Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) den großen Geburtstagskuchen an, der wie die Säulen der Straße der Menschenrechte geformt war.

© BR Studio Franken / Tina Wenzel

Der Kuchen zum 25. Jubiläum der Straße der Menschenrechte in Nürnberg

Zeichen gegen Terror und Diktatur

Der 87-jährige Karavan sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass ihn der Gesang und die Feier sehr bewegt habe. Sein Kunstwerk sei ein Zeichen, dass die Demokratie über Terror und Diktatur gesiegt habe. Die Stadt Nürnberg hat sich gewandelt: Von der Stadt der Reichsparteitage und Rassengesetze unter den Nationalsozialisten hin zur Stadt der Menschenrechte. Die 27 weißen Säulen mit den Menschenrechtsartikeln stehen symbolisch dafür. "Es war ein wichtiger Meilenstein, dass ein israelischer Künstler, der sich einmal früher vorgenommen hat, nie deutschen Boden zu betreten, gesagt hat: Ich mach das hier, gerade hier in Nürnberg", sagte Oberbürgermeister Maly.

Neben der Straße der Menschenrechte hat die Stadt Nürnberg unter anderem auch einen Menschenrechtspreis ins Leben gerufen und das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände sowie das Memorium Nürnberger Prozesse errichtet, um die Vergangenheit aufzuarbeiten.