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Simsalabim: Bayreuther Start-Up hat Zauberformel für Architekten | BR24

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Das Start-Up Simsalabim aus Bayreuth will der Baubranche helfen, in der digitalen Welt anzukommen.

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Simsalabim: Bayreuther Start-Up hat Zauberformel für Architekten

Weil die Baubranche noch nicht so recht in der digitalen Welt angekommen ist, hat das Bayreuther Start-Up Simsalabim seine Marktlücke gefunden: Digitale Methoden für Bauprojekte werden bald Standard sein, denn sie sparen Kosten und Zeit.

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Von
  • Anja Bischof

BIM steht für Building Information Modeling. Übersetzen kann man diesen sperrigen Begriff in etwa mit Bauwerks-Datenmodellierung. Es geht darum, allen an einem Bau beteiligten Personen und Berufsgruppen eine digitale Plattform zu bieten, auf der sie sich austauschen und das Objekt am Computer durchplanen können. Bisher gibt es für diese Methode allerdings zu wenig Schulungsangebote. Genau hier setzt das Start-Up Simsalabim an.

Studierende der Uni Bayreuth gründen Start-Up

Die vier Betriebswirtschafts-Studierenden der Uni Bayreuth, Martin, Timo, Sebastian und Eva sind im Jahr 2019 im Rahmen einer Art studentischen Praktikums (Ideation Week) bei der Rehau AG auf diese Methode gestoßen. Als sie erkannten, dass in der Branche noch viel zu wenig über die verschiedenen BIM-Möglichkeiten bekannt ist, war die Idee für ein Start-Up geboren. Und es fand Gefallen bei den Experten der Uni Bayreuth: Ihr Konzept für Simsalabim belegte bei einem Wettbewerb (Entrepreneurial Thinking and Business Design) den 1. Platz.

Simsalabim sorgt für digitale Zukunft beim Bauen

"Unsere Kunden können sich online im Bereich digitales Bauen fortbilden", beschreibt die 24-jährige Eva Ritz den Kerngedanken des Start-Ups Simsalabim. "Das gibt es bisher so noch nicht und wir werden diese Lücke füllen." Die Gründer wollen den am Bau beteiligten Berufsgruppen helfen, das für sie richtige Programm zu finden und sie darin fit machen. "Wir haben die Zauberformel für digitales Bauen", sagt Eva Ritz mit einem Lächeln über das Wortspiel im Namen.

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Eva Ritz ist Mitbegründerin des Start-Ups Simsalabim.

Berufsgruppen vernetzen sich auf digitaler Plattform

Die Berufsgruppen sind vielfältig: vom Architekten über den Elektriker bis hin zum Bauleiter oder Abrissunternehmen. Sie alle sollen auf einer gemeinsamen digitalen Plattform vernetzt sein. Das spart Zeit und Arbeit und somit Geld. Weil Simsalabim unabhängig von Software-Herstellern arbeitet, können die Gründer für jeden Kunden das passende Programm finden und ihn darin schulen. Und zwar online, was sich seit Beginn der Corona-Pandemie sowieso viel einfacher vermitteln lässt. Mit im Boot ist auch eine BIM-Expertin, deren Fachwissen ein wichtiges Element für die Empfehlungen ist.

Junge Gründer starten 2020 mit ersten Schulungen

Als Simsalabim möchten die vier jungen Leute im Herbst 2020 so richtig loslegen. Vorher sind drei der vier Gründer noch mit den letzten Arbeiten für ihre Studien beschäftigt. Eva Ritz ist optimistisch: "Wir werden die ersten Online-Schulungen im Dezember 2020 durchführen." Bis dahin hoffen sie auf die Zusage für ein Förderstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehrere Kunden haben den Gründern schon jetzt Interesse signalisiert und sich vorab für Schulungen angemeldet.

Start-Up mit Erfolgsaussichten

Dass ihr Start-Up ein Erfolg wird, davon ist Eva Ritz überzeugt. Ein besonderer Umstand spielt ihnen dabei auch in die Hände: "Architekten müssen sich permanent fortbilden", erklärt die BWL-Studentin. "Dafür haben sie ein Budget und dieses könnten sie in Schulungen bei Simsalabim investieren."

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