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Mann hält brennende Rakete in der linken Hand, während er mit der rechten filmt
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BR24 Redaktion
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Mann hält brennende Rakete in der linken Hand, während er mit der rechten filmt

In Bayern sind in der Silvesternacht mehrere Menschen durch Kracher, Raketen und bei Raufereien verletzt worden. In Augsburg bekam ein neunjähriger Junge einen Böller in den Mund und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Querschläger handelte.

Ein Elfjähriger wurde im schwäbischen Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) von einer Rakete am Bein getroffen. Nach Polizeiangaben wollte ein 46-Jähriger die Rakete aus einer Flasche abschießen. Dabei stürzte die Flasche um, die Rakete zündete und traf den Buben am Bein. Er kam mit Brandverletzungen ins Krankenhaus.

Rakete im Gesicht explodiert

Im oberfränkischen Breitengüßbach wurde eine Frau durch eine explodierende Silvesterrakete im Gesicht verletzt und erlitt ein Knalltrauma. Einen Verantwortlichen konnten die Beamten zunächst nicht ausmachen.

In Oberhaid bei Bamberg wurde ein 23-Jähriger durch einen Böller schwer verletzt, der in seine Tasche geraten war und dort befindliche Feuerwerkskörper explodieren ließ. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen am Bein und an einer Hand in eine Spezialklinik gebracht.

Gleich zweimal wurden Menschen in Bamberg absichtlich mit Feuerwerkskörpern beschossen. Auf der Unteren Brücke feuerte eine Gruppe gezielt eine Silvesterrakete auf eine 20-Jährige ab. Die Frau wurde getroffen und leicht verletzt.

Bei einer Böllerexplosion wurde ein Mann in Niederbayern an Hand und Wange verletzt. Der 40-Jährige aus Sankt Oswald-Riedlhütte (Landkreis Freyung-Grafenau) sei der Meinung gewesen, dass die Zündschnur nicht brannte, teilte die Polizei mit. Daher hielt er den Böller noch in der Hand, als dieser explodierte.

Mehrere Prügeleien

In Mainburg ging ein betrunkener Partygast mit Fäusten auf einen herbeigerufenen Notarzt los und schlug mit einer Eisenstange auf das Einsatzfahrzeug ein. Im oberpfälzischen Wackersdorf verletzte ein randalierender Lokalgast einen Polizeibeamten durch einen Biss in den Arm. In Neustadt bei Coburg gerieten zwei Männer wegen eines verirrten Feuerwerkskörpers in Streit. Bei der anschließenden Prügelei wurde einer der Männer und ein Dritter, der schlichten wollte, verletzt.

In München verzeichnete die Polizei nach eigenen Angaben über 250 silvestertypische Einsätze. Laut Präsidium war es eine "arbeitsreiche Silvesternacht". Allerdings handelte es sich vorwiegend um Routineeinsätze, wie sie jedes Jahr an Silvester vorkommen. Konkret waren es 93 Streitereien und Randaliereien, 44 Körperverletzungen, 40 Ruhestörungen und vier Sachbeschädigungen.

Verletzte bei Bränden

Außerdem gab es bayernweit zahlreiche Brände. Die Nürnberger Feuerwehr rückte in der Silvesternacht zu 259 Einsätzen im Stadtgebiet aus. "Ab Mitternacht ging es Schlag auf Schlag", teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Neujahrsmorgen mit. Mehrfach standen Balkone in Flammen. Bei einem Kellerbrand mussten sieben Menschen wegen Rauchgasvergiftung behandelt werden. Ein Mensch wurde bei einem Zimmerbrand verletzt.

Die Feuerwehr in München musste 120-mal ausrücken. Darunter seien allerdings nur vier Großbrände gewesen, mit Sachschäden unter 20.000 Euro. Das seien deutlich weniger schadensträchtige Brände als in den Jahren zuvor, so ein Sprecher.

Rakete setzt Balkon in Brand

In Langerringen bei Augsburg fing die Maschinenhalle eines Pferdehofs Feuer und brannte nieder. In Dickenreishausen in der Nähe von Memmingen zerstörte ein Brand eine Garage. In Erlangen wurden bei einem Kellerbrand mehrere Menschen verletzt. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

In Regensburg-Königswiesen setzte eine Rakete einen Hochhausbalkon in Brand. Dabei entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro. Anwohner wurden nicht verletzt. In Bad Gögging fing ein Dachstuhl Feuer, in Bad Füssing brannte eine Hausfassade.

Tödlicher Feuerwerks-Unfall in Österreich

In Eberschwang in Oberösterreich, unweit von Passau, starb nach Polizeiangaben ein 17-Jähriger bei einer gewaltigen Explosion. Der Junge habe versucht, eine "Kugelbombe" in einem Metallrohr zu zünden. Bei der Explosion wurde er schwer am Kopf verletzt und starb später im Krankenhaus.

Feuerwerk in Franken

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