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Silvester in Schwaben: Brände, Streit und tödlicher Autounfall | BR24

© dpa-Bildfunk/Patrick Bleul

Böller

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    Silvester in Schwaben: Brände, Streit und tödlicher Autounfall

    Die Silvesternacht hat Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf Trab gehalten. Sie eilten zu einem Großbrand in Lauingen, einem tödlichen Autounfall im Allgäu, zu Schlägereien und vielen kleinen Bränden. Die Polizei beschlagnahmte illegale Böller.

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    Zu über 450 Einsätzen rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Schwaben in der Silvesternacht aus. Davon entfielen etwa 240 Einsätze auf Nordschwaben und rund 215 auf das Allgäu. Insgesamt wurden in der Silvesternacht gut 50 Personen verletzt, unter anderem wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen.

    Großbrand einer Lagerhalle in Lauingen

    Verletzt wurde bei dem Großbrand einer Lagerhalle in Lauingen im Landkreis Dillingen zum Glück niemand. Allerdings entstand ein sehr hoher Sachschaden, der bislang auf gut zehn Millionen Euro geschätzt wird. Aus noch ungeklärter Ursache hatte die Lagerhalle eines kunststoffverarbeitenden Betriebs in der Silvesternacht Feuer gefangen, fast 300 Feuerwehrleute kämpften gegen die knapp 40 Meter hohen Flammen an.

    Mehrfamilienhaus in Kaufbeuren gerät in Brand

    Am Silvesterabend brach wohl wegen eines verirrten Feuerwerkskörpers auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses im Kaufbeurer Ortsteil Neugablonz ein Feuer aus. Als die Feuerwehr mit rund 50 Einsatzkräften anrückte, stand die Fassade des Wohngebäudes in Brand. Die Feuerwehr brachte das Feuer schnell unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt. Die Polizei geht bislang davon aus, dass der Brand durch fehlgeleitetes Silvesterfeuerwerk verursacht wurde.

    Tödlicher Autounfall im Landkreis Oberallägu

    In der Silvesternacht ist ein 25 Jahre alter Autofahrer bei einem Verkehrsunfall zwischen Wilpoldsried und Börwang im Landkreis Oberallgäu gestorben. Wohl erst Stunden nach dem tödlichen Unfall entdeckte eine Spaziergängerin am Neujahrsmorgen das verunfallte Auto abseits der Straße und alarmierte den Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des Fahrers feststellen.

    Die Polizei geht davon aus, dass der 25-Jährige in den frühen Morgenstunden in einer leichten Linkskurve nach links von der Fahrbahn abkam, dort gegen einen Baum prallte und einen Hang hinab geschleudert wurde. Das Auto kam schließlich etwa 20 Meter abseits der Fahrbahn zum Stehen. Der 25-Jährige zog sich dabei tödliche Verletzungen zu, am Auto entstand ein Totalschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro.

    Schlägerei vor Diskothek in Friedberg

    In Friedberg (Lkr. Aichach-Friedberg) kam es zwischen mehreren jungen Männern zu einem Streit und einer körperlichen Auseinandersetzung vor einer Disko. Ein 22-Jähriger wurde nach Angaben der Polizei von jungen Männern im Alter zwischen 18 und 21 Jahren massiv ins Gesicht geschlagen. Er musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.

    Betrunkene schlägern sich in Augsburg

    Auch in Augsburg kam es zu Streitereien und körperlichen Auseinandersetzungen. In der Innenstadt schlägerten sich zum Beispiel gegen vier Uhr morgens zwei Betrunkene. Ein 18-Jähriger muss jetzt mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte rechnen. Sein 28-jähriger Kontrahent musste wegen einer Kopfplatzwunde ins Klinikum gebracht werden. Auch gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt, denn er hatte den 18-Jährigen offenbar im Gesicht leicht verletzt.

    Polizei überprüft Böllerverbot in Augsburger Innenstadt

    An Silvester rückten die Augsburger Polizei und Feuerwehr zu rund 40 kleinen Bränden im Stadtgebiet aus, unter anderem zu zwei vorsätzlich mit Feuerwerkskörpern angezündete Papiertonnen.

    Zudem war die Augsburger Polizei sehr fokussiert auf das Einhalten des Böller-Verbots im Innenstadtbereich rund um die Maximilianstraße. In mehreren Fällen fanden Beamte Feuerwerkskörper und Böller auf, die sichergestellt wurden.

    So war etwa ein alkoholisierter 24-Jähriger mit Raketen und einem selbstgebauten Böller unterwegs. Gegen ihn wird wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Am Königsplatz stellten die Polizisten zudem eine Schreckschusswaffe samt Munition sicher.