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Silvester in Oberbayern: Diese Regeln gelten | BR24

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Ein Feuerwerksverbot gilt heuer nicht nur in der Münchner Innenstadt.

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    Silvester in Oberbayern: Diese Regeln gelten

    Ausgangssperre, Feuerwerksverbot, geschlossene Kneipen: Der Jahreswechsel wird wegen der Pandemie sehr viel stiller sein als sonst. Doch nicht überall in Oberbayern gelten die gleichen Regeln.

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    Von
    • Susanne Hagenmaier
    • David Donocik
    • Frank Jordan

    Jahreswechsel, das bedeutet normalerweise: ausgelassene Feiern, viele Menschen auf einem Fleck und Feuerwerk um Mitternacht. Doch was ist schon normal in diesem Jahr? Auch Silvester wird es nicht sein. Wegen der Corona-Krise sind viele Dinge untersagt, die sonst für viele zum Jahreswechsel dazu gehören. Manche Regeln gelten überall in Oberbayern, etwa die Ausgangssperre. Andere sind von Ort zu Ort unterschiedlich.

    Verbotszonen in den Innenstädten

    Einige oberbayerische Städte, etwa Ingolstadt, Eichstätt, Erding und Freising, haben – schon vor Corona – Böller-Verbotszonen eingerichtet. Meist sind das die Altstädte mit ihrer engen Bebauung und den vielen historischen Gebäuden. Dort dürfen überhaupt keine Böller, oft auch keine Feuerwerkskörper gezündet werden – auch nicht auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten. In München erstreckt sich die Verbotszone für Böller auf das komplette Gebiet innerhalb des Mittleren Rings. In der Innenstadt darf auch kein Feuerwerk gezündet werden.

    Strenge Kontrollen in München

    In der Stadt München und im Landkreis werden etwa 1.300 Streifenpolizisten kontrollieren, ob die Silvester-Regeln eingehalten werden. An normalen Tagen während der vergangenen Monate waren es etwa 100 bis 200 Beamte weniger. Sie stellen sich auf eine "wesentlich dezentralere Einsatzlage" ein, so ein Polizeisprecher, weil die Feiern an zentralen Plätzen verboten sind.

    Gartenfeuerwerk ist gefährlich

    Kleinere Städte oder Dörfer haben meist nicht die rechtliche Grundlage, Verbotszonen auszuweisen. Dort dürfte man also Feuerwerk im eigenen Garten zünden – auch wenn das aus zwei Gründen nicht ratsam ist: Zum Einen ist wegen der angrenzenden Bebauung die Gefahr von Verletzungen und Sachschäden sehr hoch. Zum Anderen war der Verkauf von Pyrotechnik heuer nicht erlaubt. Man müsste also auf Restbestände des vergangenen Jahres zurückgreifen. Bei älterem und schlecht gelagertem Feuerwerk ist aber die Verletzungsgefahr besonders hoch. Deshalb appellieren viele Bürgermeister an die Bevölkerung, heuer einmal komplett auf Böller und Raketen zu verzichten.

    Ausgangssperre für alle

    Ohnehin gilt überall in Bayern die Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens auch über Silvester und Neujahr. Weder das Böllern noch die Heimfahrt von einer privaten Feier gelten als Grund, die Sperre brechen zu dürfen. Um 21 Uhr muss also jeder dort sein, wo er feiern will – und dort auch bleiben. Wer dann um Mitternacht mit den Nachbarn anstoßen will, kann das tun – aber nur von Balkon zu Balkon oder über den Gartenzaun hinweg.

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