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Eine Kuh mit Kuhglocke

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    Silvester im Allgäu: Kuhschellen statt Böller

    Obwohl Feuerwerk in der Öffentlichkeit verboten ist, soll es im Allgäu zum Jahreswechsel laut werden: Nach einem Facebook-Aufruf sollen um Mitternacht Kuhschellen geläutet werden. Doch auch dabei gibt es laut Polizei einige Regeln zu beachten.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Doris Bimmer

    Mit Kuhschellen statt Böllern wollen Menschen im Allgäu nach einem Aufruf in sozialen Netzwerken das neue Jahr einläuten. Die Aufforderung wurde auf Facebook unter dem Titel "S' Allgäu schealed" verbreitet. Das Jahr 2021 solle "nicht klanglos beginnen", schreiben die bislang unbekannten Initiatoren.

    Aktion stößt auf viel Zustimmung

    Die Idee stößt im Internet auf viel Zustimmung. Tatsächlich hat der Aufruf auch einige Menschen dazu bewegt, sich auf den letzten Drücker noch mit Schellen einzudecken. In einem Fachgeschäft in Burgberg im Landkreis Oberallgäu sind zum Beispiel einige Anfragen eingegangen, kleinere Schellen wurden noch schnell per Post verschickt.

    Was laut Polizei erlaubt ist

    Die Polizei im Allgäu ist ohnehin an Silvester mit viel Personal auf den Straßen unterwegs und wird die Aktion beobachtend begleiten. Solange sich alle an die Corona-Regeln hielten und ihre Schellen im Garten oder auf dem Balkon schwenkten, habe man nichts einzuwenden, sagte ein Polizeisprecher in Kempten. "Wenn man das wegfallende Böllern betrachtet, wird man für das Läuten einer Kuhglocke um Mitternacht von der Polizei auch keine Anzeige wegen Ruhestörung bekommen."

    Frühmorgendliches Läuten kann Folgen haben

    In der Öffentlichkeit sei das Glockenläuten nach 21 Uhr aber tabu, betonte der Sprecher. "Das ist kein triftiger Grund, um die Wohnung zu verlassen." Damit deshalb bis zum Ende der nächtlichen Ausgangsbeschränkung in Bayern zu warten und dann mit den Schellen durch den Ort zu ziehen, könne aber ebenfalls zu einer Anzeige führen: "Wenn jemand meint, um 5.02 Uhr das ganze Dorf aufwecken zu müssen, würde die Polizei wahrscheinlich zu einer anderen Beurteilung der Lage kommen als um Mitternacht."

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