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Silvester 2020 - ohne großen Knall | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Jean-Christophe Bott

Kein Raketen-Verkauf, Böllerverbot - dieses Jahr ist alles anders an Silvester. Wie es um das diesjährige private Silvesterfeuerwerk steht, das erfahren sie hier.

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Silvester 2020 - ohne großen Knall

An Silvester knallen in diesem Jahr in Niederbayern und der Oberpfalz wohl mehr Korken als Böller. Im Supermarkt werden Raketen und Co nicht verkauft. Partout verboten ist Böllern aber nicht. Alles zum diesjährigen Privatfeuerwerk erfahren Sie hier.

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Von
  • Zara Kroiß
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

Normalerweise bieten die Supermärkte in diesen Tagen ein buntes Angebot von Böllern, Raketen und Feuerwerksbatterien zum Verkauf an. In diesem Jahr ist das anders, der Verkauf ist verboten. Auch der Online-Kauf, der vor kurzem noch erlaubt war, darf ab heute nicht mehr dem Verbraucher überlassen werden. Aber was macht man mit übrig gebliebenen Böllern und Raketen? Dürfen die trotz Böllerverbot gezündet werden? Wie es um das diesjährige private Silvesterfeuerwerk steht, das erfahren sie hier.

Restbestände verfeuern erlaubt - unter Auflagen

Tatsächlich ist es so, dass Restbestände beispielsweise vom Vorjahresfeuerwerk, noch bis 31. abgefeuert werden dürfen, dazu zählen auch Feuerwerkskörper der Kategorie F1. Das sogenannte Tischfeuerwerk, zum Beispiel Wunderkerzen oder Knallerbsen, darf jeder ab zwölf Jahren abbrennen.

Böllerverbot in Niederbayern und der Oberpfalz

In allen Fällen gilt allerdings: nur auf dem eigenen Grundstück und das auch nur, wenn es nicht in einem Bereich liegt, an dem das Böllern in diesem Jahr verboten ist. Hier gibt es nämlich heuer einige: Viele ostbayerische Städte haben auf öffentlichen Plätzen und Straßen ein Böllerverbot erlassen, so etwa in der Regensburger Innenstadt, gleiches gilt für Landshut, Straubing oder auch Passau. Hier ist selbst das Mit-sich-Tragen von Feuerwerkskörpern verboten. Genaue Informationen, wo es ein Böllerverbot gibt, finden sich auf den Homepages der zuständigen Kreisverwaltungsbehörden.

Verstärkte Polizeikontrollen angekündigt

Wer trotzdem außerhalb des Grundstücks Feuerwerkskörper abbrennt, muss mit Konsequenzen rechnen: 500 Euro kostet es, wenn unerlaubt nach 21 Uhr geböllert wird, 250 Euro vor der Ausgangssperre. Die Polizei in Niederbayern und der Oberpfalz hat außerdem verstärkte Kontrollen für die Silvesternacht angekündigt.

Schlechte Nachrichten für Feuerwerkshersteller

Für Feuerwerkshersteller sind das keine guten Neuigkeiten. Bis vor kurzem durften sie ihre Böller noch online verkaufen. Seit letzter Woche gibt es aber auch in dieser Hinsicht eine Änderung im Sprengstoffgesetz: Alle Bestellungen, die vor dem 16. Dezember eingegangen sind, dürfen ab heute bis zum 31. weder abgeholt noch zugestellt werden und müssen rückabgewickelt werden - ein hoher Schaden für die Pyrotech-Branche.

Gefahr durch illegale Feuerwerkskörper

Gefährlich wird es dann, wenn sich Leute ihre Böller wegen des Verkaufsverbots im Ausland, etwa in Tschechien besorgen. Hierbei handelt es sich oftmals um illegale Feuerwerkskörper, die nahezu sprengkräftig sind und zu schweren Verletzungen führen können.

Bisher kaum Böllerschmuggel

Dieses Szenario scheint bisher jedoch noch auszubleiben: In Niederbayern und der Oberpfalz kommt es trotz des bundesweiten Böllerverkaufsverbots derzeit kaum zu Fällen von illegalem Böllerschmuggel aus Tschechien. Das hat das Hauptzollamt in Regensburg auf BR-Anfrage mitgeteilt. Die Zahl der Fälle, in denen aus Tschechien Feuerwerkskörper über die Grenze nach Bayern gefahren werden, sei sehr gering. "Kein Vergleich zu den letzten Jahren. So gut wie nichts", sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Regensburg dem BR.

Krankenhäuser ohne Silvester-Verletzungen schon ausgelastet

Eine Erleichterung hinsichtlich der momentanen Corona-Lage ist dies in den Krankenhäusern. Verletzungen, etwa durch Böller, wären eine zusätzliche Belastung für die Kliniken. Sie sind wegen der vielen Covid-19-Patienten ohnehin schon stark ausgelastet.

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