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Siemens-Zentrale für Kraftwerksparte soll nach Erlangen | BR24

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Nach Bekanntgabe der Abspaltungspläne der kriselnden Kraftwerksparte "Gas and Power", hat heute in Erlangen eine Betriebsversammlung stattgefunden. Die Forderung: Die Zentrale soll in Erlangen bleiben.

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Siemens-Zentrale für Kraftwerksparte soll nach Erlangen

Nach Bekanntgabe der Abspaltungspläne der kriselnden Kraftwerksparte "Gas and Power", hat heute in Erlangen eine Betriebsversammlung stattgefunden. Die Forderung: Die Zentrale des neu zu gründenden Unternehmens soll in Erlangen angesiedelt werden.

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Auf der Betriebsversammlung in Erlangen hat die Siemensianer die Frage umgetrieben, wie es in dem neuen Unternehmen um ihre Arbeitsbedingungen steht. Ziel ist unter anderem, dass der Tarifvertrag und Altersteilzeitregelungen übernommen werden. Der Betriebsratsvorsitzende des Standorts Erlangen-Süd, Manfred Bäreis, sagte, dass es hierzu noch keine festen Zusagen der Führungsetage gebe. Er sei jedoch zuversichtlich. In den kommenden Wochen soll es entsprechende Verhandlungen geben.

Ausrichtung auf digitale Technologien

Siemens will die kriselnde Kraftwerk-Sparte ausgliedern und als eigene Gesellschaft bis Herbst 2020 an die Börse bringen. Damit trennt sich der Konzern von einem Bestandteil seines Kerngeschäfts und treibt seine Ausrichtung auf digitale Technologien weiter voran. Zudem will das Unternehmen seinen Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen.

Akut keine Stellenstreichungen

Für Mitte Juli ist eine weitere Betriebsversammlung geplant. Stellenstreichungen sind in Folge des Börsengangs nach aktuellem Stand nicht vorgesehen. Insgesamt sei die Stimmung der Veranstaltung "nicht negativ" gewesen, sagte Bäreis. Mit Blick auf den anstehenden Börsengang der Siemens-Sparte "Gas and Power" forderte der Betriebsrat, dass der Hauptsitz des neu zu gründenden Unternehmens in Erlangen sein soll. "Hier ist die Denkfabrik der Siemens AG", so Bäreis weiter. Zu einem Headquarter in Erlangen sehe er "keine Alternativen".

Zu der Betriebsversammlung waren die Beschäftigten des Siemens-Standorts Erlangen-Süd eingeladen. Rund 2.000 Mitarbeiter wollten sich über die Zukunftspläne der Sparte "Gas and Power" informieren. Der Standort Erlangen-Süd ist der weltweit größte Siemens-Standort. 5.000 der 6.500 Mitarbeiter hier gehören zur Sparte "Gas and Power".

© BR

Siemens will seine Kraftwerkssparte ausgliedern, Anteile davon behalten und damit an die Börse gehen. Die 5.000 Mitarbeiter am Standort Erlangen fragen sich: Was passiert mit uns?