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Sieben Tipps gegen Anrufe von Fake-Polizisten | BR24

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Polizei warnt vor falschen Polizisten

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Sieben Tipps gegen Anrufe von Fake-Polizisten

Ein Polizist am Telefon präsentiert einschüchternde Fakten oder warnt vor Einbrüchen – so schaffen es Trickbetrüger immer wieder, Menschen um ihr Geld zu bringen. Die echte Polizei gibt Tipps, wie man richtig darauf reagieren sollte.

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Präventionskampagne: Trickbetrüger

Nach eigenen Angaben wurden der mittelfränkischen Polizei in den vergangenen Wochen immer wieder Anrufe durch falsche Polizisten gemeldet. Betroffen davon waren Bürger aus Nürnberg, Fürth, dem Landkreis Fürth und dem Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim. Am 26. November haben schon an einem halben Tag 30 Betroffene von solchen Anrufen berichtet.

Geld übergeben? Von wegen!

Die Masche läuft dabei so oder ähnlich ab: Ein angeblicher Polizeibeamter meldet sich per Telefon und von seinem Opfer Informationen erhalten, um Trickdiebstähle und Einbrüche vorzubereiten. Oder es geht darum, einem "Kollegen" des Anrufers Geld oder Wertsachen zu übergeben.

Manchmal ist dabei von einer angeblichen Liste von Kriminellen die Rede, auf der die Adresse des Angerufenen stehen soll. Dann wird davor gewarnt, dass ein Einbruch unmittelbar bevorstehe und zur Sicherheit im Haus aufbewahrtes Geld an die "Beamten" übergeben werden müsse.

Sieben Tipps gegen Trickbetrüger

Die Spezialisten für Trickbetrug der Kripo Nürnberg ermitteln, setzen aber auch auf die Vorsicht potentieller Opfer. Dazu geben die Beamten folgende Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die Nummer des Anrufers.
  • Die Polizei meldet sich niemals über die Notrufnummer 110! Sollte eine Fantasienummer mit der -110 am Ende im Display erscheinen, ist das der erste Grund, vorsichtig zu sein.
  • Obacht: Inzwischen können Trickbetrüger die Rufnummern tatsächlicher Polizeidienststellen im Telefondisplay anzeigen lassen.
  • Sollten Sie daran zweifeln, einen echten Polizeibeamten am Apparat zu haben, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück. Suchen Sie die Rufnummer dafür aber immer selbst raus.
  • Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen Informationen weiter. Das gilt vor allem für Angaben zu Vermögensverhältnissen oder den Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld.
  • Fragen Sie eine Person Ihres Vertrauens um Rat.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe so schnell wie möglich der Polizei.

Im Idealfall endet ein Fake-Anruf dann so wie dieser Fall: Laut Polizeipräsidium Mittelfranken hat ein Trickbetrüger Ende November einen Nürnberger angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Er versuchte, sein Opfer mit dem Listen-Trick dazu zu überreden, seine Wertgegenstände sicherheitshalber einem Komplizen zu übergeben.

Doch der Angerufene schöpfte Verdacht und verständigte die richtige Polizei. Wenig später konnte der 24-Jährige Anrufer und sein Komplize festgenommen werden. Derzeit prüft die Polizei, ob die beiden noch für weitere Trickbetrügereien verantwortlich sind.