Auf einem Radweg bei Mainaschaff sind sieben Personen von Hornissen gestochen worden. Die Insekten wurden von einer Fachfirma umgesiedelt.

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Sieben Menschen bei Mainaschaff von Hornissen gestochen

Sieben Menschen bei Mainaschaff von Hornissen gestochen

Auf einem Radweg bei Mainaschaff sind insgesamt sieben Menschen innerhalb kürzester Zeit von Hornissen gestochen worden. Eine Mutter kam zur Beobachtung ins Krankenhaus, ihr Kleinkind blieb unversehrt. Die Hornissen wurden mittlerweile umgesiedelt.

Sie hatten sich in einem Baum am Mainradweg bei Mainaschaff eingenistet: Ein Schwarm Hornissen. Doch mittlerweile wurde der Schwarm umgezogen. Innerhalb kürzester Zeit waren nämlich insgesamt sieben Personen, die auf dem Radweg unterwegs waren, von den Hornissen gestochen worden. Daher ordneten die Polizei und das Landratsamt Aschaffenburg an, dass das Nest entfernt wird.

Mutter nach mehreren Stichen zur Beobachtung im Krankenhaus

Am stärksten getroffen hat es eine Mutter, die mit ihrem Kleinkind im Kinderwagen auf dem Radweg unterwegs war. Sie wurde mehrfach von den Hornissen gestochen. Nach einer Untersuchung durch den Notarzt vor Ort kam sie zur Beobachtung ins Klinikum Aschaffenburg. Ihr Kleinkind blieb unversehrt und wurde von der Polizei nach Hause gebracht und seinem Vater übergeben. Die anderen sechs Verletzten konnten nach einer ambulanten Behandlung durch Rettungskräfte vor Ort entlassen werden.

Fachfirma siedelt Hornissenschwarm um

Laut Polizei wurde der betroffene Abschnitt des Mainradwegs zunächst weiträumig abgesperrt. Ein Imker und eine Fachfirma wurden in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde dazu geholt, um den Hornissenschwarm mit einem technischen Gerät abzusaugen und umzusiedeln. Wie Fotos der Feuerwehr Mainaschaff zeigen, befand sich das Hornissen-Nest in einem Baum nahe des Radwegs. Laut dem Imker, der vor Ort war, sei das aggressive Verhalten der Insekten auf die aktuelle Paarungszeit zurückzuführen. Wird das Nest gestört, alarmieren die Wächterhornissen das ganze Volk, um das Nest, die Königin und die Brut zu verteidigen. Das war offenbar der Fall, denn das Nest war nur etwa 1,5 Meter vom Radweg entfernt.

Die Hornissen hatten sich in einem Baum nahe des Mainradwegs eingenistet.

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Gift der Hornisse nicht toxischer als von Biene oder Wespe

Hornissen gehören zur Familie der Faltenwespen und sind um einiges größer als andere Wespen. Nur die Hornissen-Weibchen haben einen Stachel. Dieser ist mit drei bis vier Millimetern deutlich länger als der Stachel von Bienen und Wespen. Da der Stachel nur einen kleinen Widerhaken hat, können Hornissen mehrmals stechen. Das Gift der Hornisse ist nicht toxischer als das von Bienen oder Wespen. Die Stiche werden häufig aber als schmerzhafter empfunden, da der Stachel länger ist und damit tiefer eindringt. Außerdem ist im Gift das Schmerz erzeugende Acetylcholin enthalten, das bei Bienen und Wespen fehlt. Die einheimische, Europäische Hornisse, ist in Deutschland in ihrem Bestand akut gefährdet. Deshalb zählt sie zu den besonders geschützten Arten.

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