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Sieben britische Castoren kommen nach Landshut | BR24

© pa/dpa/Julian Stratenschulte

Symbolbild: Castor-Behälter

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    Sieben britische Castoren kommen nach Landshut

    Bayern hat seinen Widerstand gegen die Aufnahme von Atommüll aus der Wiederaufbereitung im Ausland aufgegeben. Sieben Castoren aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sollen nach Landshut kommen.

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    Auf dieses Ergebnis einigten sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) heute schriftlich. In einer gemeinsamen Erklärung halten beide Seiten auch fest, dass der im Standortauswahlgesetz vorgesehene Zeitplan für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle eingehalten werden soll.

    Das Konzept

    Hendricks Konzept sieht vor, dass fünf Castoren aus der Wiederaufbereitung von deutschem Atommüll in Frankreich im baden-württembergischen Standortzwischenlager Philippsburg untergebracht werden. Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern sollen ihrerseits jeweils sieben Castoren aus England lagern.

    Vorschlag von Hendricks sorgte für Aufregung

    Bereits im Juni hatte Bundesumweltministerin Hendricks das Kernkraftwerk Isar bei Landshut als einen mögliches Zwischenlager für deutschen Atommüll aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien ins Spiel gebracht. Sie betonte damals, es sei nur gerecht, wenn auch der Freistaat als einer der größten Atommüll-Produzenten in die Pflicht genommen werde. Die Staatsregierung sah das anders und drohte mit einem Scheitern der Energiewende. Hendricks dankte Seehofer jetzt für seine "konstruktive Haltung". Seehofer erklärte, Bayern werde Mitverantwortung für die "sichere Lagerung und Zwischenlagerung von Relikten aus der Zeit der Atomenergie" übernehmen.