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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mike Pence, Vizepräsident der USA bei der Sicherheitskonferenz.
© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mike Pence, Vizepräsident der USA bei der Sicherheitskonferenz.

Am letzten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz geht es vor allem um die Situation im nahen Osten. Ungeachtet der Tatsache, dass der israelische Ministerpräsident Netanjahu kurzfristig seine Teilnahme abgesagt hat, ebenso wie ein saudi-arabischer Staatssekretär. Mit Spannung erwarten die Teilnehmer dagegen die Rede des iranischen Außenministers Mohammed Zarif.

Kritik von US-Politikern an Vizepräsident Pence reißt nicht ab

In einer anderen Besetzung geht es um die Lage in Syrien, dann werden unter anderem der türkische Verteidigungsminister Akar und der UNO Sonderbeauftragte für das Land Pedersen reden.

Unterdessen reißt die Kritik von US-Politikern am gestrigen Auftritt des amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence nicht ab. Der ehemalige US-Außenminister John Kerry sagte am Abend bei einer Diskussionsrunde bei der Sicherheitskonferenz zum Thema Klimapolitik:

"Ich schäme mich dass unser Vizepräsident hier bei der Sicherheitskonferenz aufgetreten ist und nicht mal das Wort Klimawandel erwähnt hat."

Nancy Pelosi zu Pence: "Völlig falsche Einschätzungen"

Kerry war nicht der einzige der angereisten Politiker aus der demokratischen Partei, der Kritik übte. Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses und Gegenspielerin von Präsident Donald Trump und seinem Vize Pence nannte dessen Einschätzungen zum Iran völlig falsch. Pence hatte den Iran bei der Konferenz unter anderem als führenden Terrorsponsor weltweit bezeichnet und eine Unterstützung der amerikanischen Sanktionspolitik gegen das Land verlangt - und der frühere Vizepräsident Joe Biden sagte mit Blick auf die derzeitige US-Regierung:

"Auch das wird vorübergehen und wir werden wieder zurück sein, wir werden wieder zurück sein, daran gibt es keinen Zweifel."

So schaffte es der Innenpolitische Streit in den USA zwischen der Trump Regierung und dem Demokraten auch auf die Sicherheitskonferenz .

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sraif

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