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Nach den Abbruch einer Show in Augsburg lässt der Veranstalter Schritte gegen Helge Schneider prüfen

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    Show-Abbruch: Helge Schneider droht juristisches Nachspiel

    Helge Schneider platzte beim "Strandkorb Open Air" in Augsburg am Freitag der Kragen. Ihm wuselten zu viele Menschen vor der Bühne herum. Der Künstler brach seinen Auftritt deshalb ab - was nun teuer für ihn werden könnte.

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    • BR24 Redaktion

    Extravagant, schrullig und ein bisschen verrückt: Der Unterhaltungskünstler Helge Schneider polarisiert gerne und geizt nicht mit seiner Meinung. In Augsburg konnte der Musiker bei einem Konzert nun nicht mehr an sich halten und machte seinem Ärger über die Gastronomiemitarbeiter Luft, die das Publikum bedienten: "Ich muss sagen, das geht mir ziemlich auf den Sack. Ich habe keine Lust mehr", sagte er am Freitagabend, brach seine Show ab und verließ unversehens die Bühne.

    Veranstalter lässt Anwalt Schritte gegen Schneider prüfen

    Diese Entscheidung könnte für den Künstler ein juristisches Nachspiel haben. Der Veranstalter habe einen Anwalt eingeschaltet, sagte die Sprecherin des Unternehmens für die Festivalreihe in Augsburg und Rosenheim, Birgit Gibson, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nun werde etwa geprüft, ob Schneider Schadensersatz leisten müsse. Schneiders Management war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

    "Das Konzept ist jedem Künstler vorher bekannt", sagte Gibson. Schneider sei zudem schon bei dem Festival in Wiesbaden aufgetreten. Ein Versuch des Veranstalters, mit dem 65-Jährigen nach dem abrupten Abbruch seiner Show zu sprechen, sei an dem Abend gescheitert. Man hätte sogar das Bewirten eingestellt, wenn Schneider weitergemacht hätte, so Gibson. Bislang warte der Veranstalter auf eine Stellungnahme des Entertainers, unter anderem dazu, wie es nun weitergehen soll. Sechs Auftritte stünden noch aus.

    Schneider beklagt sich über Bewirtung während Strandkorb-Konzert

    Schneider hatte dem verdutzten Publikum am Freitagabend gesagt: "Also ich breche die Strandkorb-Konzerte an dieser Stelle ab. Es tut mir sehr leid. Vielleicht könnt ihr euer Geld wiederkriegen", sagte er zu den Besuchern, wie in einem Video bei YouTube zu sehen ist. "Das macht wirklich keinen Spaß. Man kriegt keinerlei Kontakt zum Publikum. Hier laufen auch andauernd Leute rum. (...) Bitte habt Verständnis dafür: Ich als Künstler kann unter diesen Umständen überhaupt nichts mehr machen", beklagte sich Schneider.

    Festivalsprecherin fordert von Schneider Selbstkritik

    Festivalsprecherin Gibson sagte: "Wenn Herr Schneider sagt, er bekommt kein Feedback vom Publikum, dann muss er sich fragen, ob es vielleicht an ihm liegt." Viele Gäste hätten sich sehr über das plötzliche Ende der Show geärgert.

    Beim Festival "Strandkorb Open Air" soll es in diesen Sommer Konzerte in mehreren Städten geben. Die Fans sitzen in Strandkörben unter freiem Himmel. Die Besucher bekommen einen festen Korb zugewiesen, um Abstände zu anderen einzuhalten. Zudem gibt es weitere Maßnahmen, damit sich das Publikum möglichst nicht begegnet. Getränke und Speisen können die Gäste direkt an ihre Körbe bestellen.

    Helge Schneider: "Will kein Scheiß-Konzert geben"

    Am Samstag erklärte Helge Schneider sein Verhalten in einem Video auf Twitter: "Ich habe es abgebrochen aufgrund massiver Störungen seitens der Gastronomie, die ihre Mitarbeiter immer an der Bühne vorbeischickten, um das Publikum mit Getränken zu versorgen."

    Er habe sich abgelenkt gefühlt und erst später erfahren, dass diese Menschen andere bewirteten. "Ich muss ehrlich sein. Ich will kein Scheiß-Konzert geben. Und ich spule auch nicht einfach nur ab. Sondern ich erfinde während des Konzerts auch Sachen. Ich will ja auch Leute begeistern", sagte er weiter und bedankte sich bei denjenigen, die seine Entscheidung respektiert hätten.

    Augsburger Publikum bekommt Geld wegen Abbruch zurück

    Ob der 65-Jährige seinen Auftritt in Augsburg nachholen wird, blieb zunächst unklar. "Ich hoffe, dass wir uns wieder sehen zu besseren Konditionen", sagte Schneider lediglich. Erst kürzlich hatte er sich über die teils große Entfernung zum Publikum bei manchen Auftritten beklagt. Nach Angaben des Veranstalters kann das Augsburger Publikum seine Eintrittskarten zurückgeben und bekommt das gezahlte Geld dann wieder.

    Mit Material von dpa

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