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Sexueller Missbrauch: Erzbistum Bamberg stellt Strafanzeige | BR24

© picture-alliance/dpa

Junge Messdiener schwenken Weihrauchgefäße (Symbolbild).

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    Sexueller Missbrauch: Erzbistum Bamberg stellt Strafanzeige

    Ein Priester soll im Bistum Limburg in den 1980er- und 1990er-Jahren einen Jungen sexuell missbraucht haben. Das Erzbistum Bamberg hat deshalb Strafanzeige gestellt. Das Opfer hatte sich zuvor beim Missbrauchsbeauftragten des Bistums gemeldet.

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    Das Erzbistum Bamberg hat Ende Dezember bei der Staatsanwaltschaft Marburg Strafanzeige gegen einen Priester des Bistums Limburg gestellt. Der Beschuldigte soll von 1986 bis 1993 einen minderjährigen Jungen mehrfach sexuell missbraucht haben, teilte das Erzbistum nun mit.

    Priester war in Limburg tätig

    Der Priester verbringt seinen Ruhestand im Erzbistum Bamberg. Dort hat er gelegentlich Vertretungen für Gottesdienste übernommen. Bis zu seiner Pensionierung war der Beschuldigte viele Jahre in der Pfarrseelsorge der Diözese tätig. Derzeit sei es ihm verboten, jegliche priesterlichen Dienste auszuüben, so Stephan Schnelle, Pressesprecher des Bistums Limburg.

    Opfer belastet Bistum Limburg schwer

    Wenn sich der Missbrauchsverdacht bestätigt, droht dem Priester schlimmstenfalls die Entlassung aus dem Klerikerstand. Bislang finden sich in seiner Personalakte keine Hinweise auf sexuellen Missbrauch. In seiner Aussage belaste das mutmaßliche Opfer die damals Verantwortlichen des Bistums und werfe ihnen vor, über den Missbrauch Bescheid gewusst zu haben, so Schnelle.

    Bistum will Fall von sexuellem Missbrauch aufklären

    Die Diözese nehme die Vorwürfe sehr ernst und habe eine externe Aufarbeitung dieses Falles eingeleitet, sagte Schnelle. Ein unabhängiger Jurist werde den Vorgang untersuchen und die damals Verantwortlichen befragen. Die Erkenntnisse würden den staatlichen Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt.

    Mehrere Strafanzeigen des Erzbistums Bamberg gegen Priester

    Es sei nicht die erste Strafanzeige, die das Erzbistum Bamberg gestellt habe, sagte Bistumssprecher Harry Luck auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Bislang waren es 26 Strafanzeigen gegen 41 verdächtige Personen.

    Im Zuge der Berichterstattung über die Studie zum sexuellen Missbrauch durch Kleriker in der katholischen Kirche habe sich das Opfer bei der Missbrauchsbeauftragten des Erzbistums Bamberg gemeldet. Deswegen habe auch das Erzbistum Bamberg und nicht das Bistum Limburg Strafanzeige erstattet.