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Sexuelle Belästigung im Meridian zwischen Kufstein und Rosenheim | BR24

© picture alliance/dpa/Armin Weigel

In bayerischen Regionalzügen wurden mehrere Fälle von sexueller Belästigung aufgenommen.

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    Sexuelle Belästigung im Meridian zwischen Kufstein und Rosenheim

    Ein 40-jähriger Mann soll vergangene Woche zwei junge Frauen im Zug belästigt haben. Die Bundespolizei sucht nun nach weiteren Opfern und Zeugen. Eine Woche später wurde eine 13-Jährige im Regio Passau-München unsittlich angegangen.

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    Die Rosenheimer Bundespolizei sucht Opfer eines mutmaßlichen Sexualstraftäters. Der 40-Jährige war vergangene Woche (8. Juli) am Bahnhof in Rosenheim festgenommen worden. Er soll in einem Zug zwischen Kufstein und Rosenheim eine 17- und eine 19-Jährige sexuell belästigt haben.

    Video zeigt mögliche weitere Opfer

    Wie sich bei der Auswertung aller verfügbarer Video-Aufzeichnungen im Regionalzug inzwischen herausgestellt hat, kommen laut Bundespolizei noch mindestens zwei weitere Opfer des Mannes in Betracht. Es dürfte sich ebenfalls um Minderjährige oder junge erwachsene Frauen handeln.

    Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bittet daher alle Personen, die am Mittwoch, den 8. Juli, zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr im Meridian-Zug zwischen Kufstein und Rosenheim Zeugen oder selbst Opfer einer sexuellen Belästigung geworden sind, sich unmittelbar zu melden.

    Sexuelle Belästigung auch im Regio Passau-München

    Diese Woche hatte sich ein ähnlicher Fall im Regionalexpress zwischen Passau und München ereignet. Ein 22-jähriger Mann soll eine 13-jährige Schülerin auf der Fahrt mehrmals berührt haben und versuchte schließlich, ihren Mund-Nasen-Schutz herunterzuziehen und sie gegen ihren Willen zu küssen.

    Der Tatverdächtige wurde am Hauptbahnhof in München von der Bundespolizei am Bahnsteig vorläufig festgenommen. Denn die 13-Jährige hatte noch während der Fahrt ihren 15-jährigen Freund wegen der Belästigungen in einer Handy-Nachricht um Hilfe gebeten. Dieser hatte daraufhin die Polizei informiert.

    Der 22-Jährige räumte den Kontakt ein, schilderte den Sachverhalt jedoch anders. Er habe das Mädchen trösten wollen und die Minderjährige älter eingeschätzt. Gegen ihn wird jetzt wegen sexuellen Missbrauch eines Kindes und sexueller Belästigung ermittelt.

    Polizei-Tipps bei Belästigung im Zug

    Die Bundespolizeiinspektion lobte ausdrücklich das Verhalten der Teenager in der Situation. Falls man im Zug belästigt wird, sollte man folgendes tun:

    Falls im Zug weder Zugpersonal noch Mitreisende anwesend sind, die einem helfen könnten, ist eine Handy-Nachricht an eine/n Bekannte/n und deren/dessen schnelle Verständigung der Polizei - über den Notruf 110 - die richtige Entscheidung. In ähnlichen Fällen sollten die Betroffenen sofort am Bahnsteig oder noch im Bahnhof den Kontakt zu Reisenden, DB-Mitarbeitern oder zur Polizei suchen.

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