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Bildrechte: Boris Roessler/dpa

Ein junger Mäusebussard. Ein solcher Vogel wurde jetzt bei Schwarzhofen vergiftet.

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    Serie von Giftanschlägen auf Wildvögel geht weiter

    Immer wieder werden in Ostbayern Wildvögel vergiftet. Jetzt sind im Landkreis Schwandorf ein Habicht und ein Bussard getötet worden. Wieder haben die Täter dabei ein Gift verwendet, das in der EU längst verboten ist: das Insektizid Carbofuran.

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    Von
    • Uli Scherr

    In der Oberpfalz gibt es erneut zwei bestätigte Fälle von vergifteten Greifvögeln. Dieses Mal wurden im Landkreis Schwandorf ein Habicht und ein Bussard getötet. Auch diese Vögel wurden mit dem in der EU verbotenen Insektizid Carbofuran vergiftet, wie die Polizei in Neunburg vorm Wald am Sonntag mitteilte. Die beiden toten Vögel seien allerdings schon im Februar gefunden worden. Jetzt aber liegen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vor.

    Vögel fraßen Giftköder

    Wie die Polizei in Neuburg mitteilte, wurden die toten Vögel in einem Waldstück westlich von Schönau, Gemeindebereich Schwarzhofen, gefunden. Vermutlich seien dort Giftköder ausgelegt worden. Diese hätten die Greifvögel gefressen und seien dadurch qualvoll verendet. Der Fall war vom Schwandorfer Kreisverband des Landesbundes für Vogelschutz angezeigt worden.

    Wer ist verantwortlich für die Serie?

    In den vergangenen Monaten wurden aus Niederbayern und der Oberpfalz schon zahlreiche Fälle gemeldet, bei denen Wildvögel mit Carbofuran vergiftet wurden. Die Polizei hält es für möglich, dass es sich bei den Tätern um Jäger, Geflügel- und Taubenhalter handeln könnte, die in den Greifvögeln eine Gefahr für ihre eigenen Tiere oder eine Konkurrenz für den Wildbestand sehen.

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