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Serie toter Wildvögel - Polizei Straubing ermittelt | BR24

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Ein Mäusebussard und ein toter Fasan (Symbolbild)

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Serie toter Wildvögel - Polizei Straubing ermittelt

In Niederbayern ist erneut ein verendeter Mäusebussard gefunden worden. Vermutlich wurden die Vögel vergiftet. Jetzt hat die Polizei Straubing die gebündelten Ermittlungen dazu übernommen.

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Von
  • Kathrin Unverdorben
  • BR24 Redaktion

Schon wieder ist in Niederbayern ein verendeter Greifvogel entdeckt worden. Eine Anwohnerin in der Dingolfinger Erlenstraße entdeckte am vergangenen Samstag einen toten Mäusebussard. Aufgrund der Berichterstattung über jüngste Funde verendeter Greifvögel verständigte die Frau die Polizei.

Ersten Einschätzungen nach kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mäusebussard vergiftet wurde. Das soll jetzt eine entsprechende Untersuchung klären.

Nicht der erste Fall

Nachdem in Niederbayern seit Ende Januar nun über zehn Wildvögel mutmaßlich vergiftet worden sind, hat die Polizei Straubing gebündelt die Ermittlungen übernommen. Die Kadaver liegen mittlerweile in einer tierärztlichen Fakultät in Oberbayern zur Untersuchung. Wer die Tiere getötet hat, ist noch völlig unklar - neben einigen toten Vögeln waren Giftköder gefunden worden.

Mäusebussard offenbar mit Pflanzenschutzmittel vergiftet

Die Polizei in Straubing will nun herausfinden, wie die Vögel genau verendeten und wer dafür verantwortlich ist. In einem Fall gibt es gute Anhaltspunkte, nämlich einen mit Gift präparierten Vogel, der neben einem toten Mäusebussard bei Plattling im Kreis Deggendorf gefunden worden war. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Bussard den toten Vogel fraß und offenbar daraufhin verendete. Des Weiteren wurde bekannt, dass es sich bei dem Gift um ein Pflanzenschutzmittel handelt. Es wirkt bei Vögeln wie ein starkes Nervengift.

Neue Fälle bekannt geworden

Die jüngsten mutmaßlichen Vergiftungen wurden diese Woche bekannt: Der tote Bussard in Dingolfing sowie einer in Oberschneiding im Kreis Straubing-Bogen und ein dritter Bussard in Winzer im Kreis Deggendorf. Letzterer war bereits Mitte Februar in einem Wald gefunden und jetzt erst zur Polizei nach Deggendorf gebracht worden. Den Finder haben Presseberichte dazu veranlasst, so die Polizei. Auch diese beiden Kadaver werden nun in Oberschleißheim im Kreis München tierärztlich untersucht.

Tote Wildvögel der Polizei melden

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, tote Vögel und ausgelegte Köder niemals anzufassen. Stattdessen solle die Polizei verständigt werden. Hinweise nimmt die Inspektion Straubing entgegen. Neben den Landkreisen Straubing-Bogen und Deggendorf wurden tote Wildvögel - darunter auch Krähen und ein Sperber - im Kreis Dingolfing-Landau entdeckt.

Belohnung für Hinweise

Greifvögel stehen unter Artenschutz. Sie zu töten, ist strafbar. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) haben unterdessen für Hinweise eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

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Der Bestand der Mäusebussarde gilt zwar nicht als gefährdet, die Vögel zählen aber zu den streng geschützten Arten. Vor einigen Tagen wurden zwei Exemplare tot aufgefunden - vermutlich Opfer von Giftködern...

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