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Erneut sind Droh-Mails mit der Unterschrift NSU 2.0 aufgetaucht. Die rechtsextremen Schreiben gingen an insgesamt 15 Menschen, vor allem Politiker, aber auch eine Kabarettistin. Eine Nachricht ging an eine Münchner Anwältin.

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Serie rechtsextremer Drohmails: Auch Münchner Anwältin betroffen

Erneut sind Drohmails mit der Unterschrift "NSU 2.0" aufgetaucht. Die rechtsextremen Schreiben gingen an insgesamt 15 Menschen, vor allem Politiker, aber auch eine Kabarettistin. Eine Nachricht ging an eine Münchner Anwältin.

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  • BR24 Redaktion

Die Serie rechtsextremer Drohmails mit der Unterschrift "NSU 2.0" reißt nicht ab. Ein anonymer Verfasser habe am Freitag mindestens zwei E-Mails mit identischem Inhalt an insgesamt 15 Adressaten geschickt, berichtete die "Welt am Sonntag". Zu den Empfängern sollen demnach neben Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) auch die Linken-Politikerin Janine Wissler und die Kabarettistin Idil Baydar gehören. Die beiden Frauen hatten schon früher Drohschreiben erhalten.

Münchner Strafverteidigerin ebenfalls bedroht

Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ging eine neue derartige E-Mail an eine Reihe von in der Öffentlichkeit bekannten Empfängern. Eine Berliner Kolumnistin sowie eine Strafverteidigerin aus München bestätigten der "Welt am Sonntag", die hessische Polizei habe sie schon im vergangenen Jahr informiert, dass Briefe abgefangen worden seien, die derselben Quelle zugerechnet würden. Beide Frauen wollten zu ihrem Schutz anonym bleiben.

FDP: Generalbundesanwalt soll Ermittlungen übernehmen

Nach Ansicht der FDP sollte der Generalbundesanwalt die Ermittlungen zu den Drohmails übernehmen. "Die Bedrohungen zeigen, dass es dem Täter darum geht, Personen mit wichtigen Funktionen in unserer pluralistischen Gesellschaft einzuschüchtern", sagte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle der "Welt". "Um dem Staatsschutz-Charakter der Vorfälle Rechnung zu tragen, sollte deshalb der Generalbundesanwalt (GBA) die Ermittlungen übernehmen."

Linken-Politikerin: Kommunikation nicht abgestimmt

Das fordert auch die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner. "Man wird nicht darum herum kommen, dass man bundesweit eine ermittlungsführende Behörde hat", sagte Renner der "Frankfurter Rundschau". "Das kann nur der GBA sein." Sie ergänzte: "Mein Eindruck ist, dass die Kommunikation, der Informationsaustausch und die Ermittlungsstrategie zwischen dem LKA Hessen, dem LKA Berlin und dem BKA nicht wirklich abgestimmt ist." Dadurch seien "Querbezüge zu anderen Komplexen" nicht ausreichend im Fokus der Ermittler. Renner war ebenfalls unter den Empfängerinnen rechtsextremer Drohmails.

AKK fordert besseren Schutz für ehrenamtliche Politiker

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mahnt angesichts der Serie rechtsextremer Drohmails und steigender Gewaltbereitschaft besseren Schutz für ehrenamtliche Politiker an. "Es ist notwendig, dass ein Zeichen gesetzt wird, dass Gewalt nicht akzeptabel ist. Nicht gegen Menschen, nicht gegen Sachen. Und egal gegen welche Gruppe sie sich richtet", sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur. "Ich möchte vor allem diejenigen auch in die Solidarität aufnehmen, die ehrenamtlich Politik machen. Etwa die vielen Kommunalpolitiker, die oft auch gefährdet sind. Auch sie müssen Schutz erfahren."

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