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Seltene Vögel brüten im Landkreis Kelheim | BR24

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Bildrechte: Landratsamt Kelheim/Burkhard Deifel

Zwei Große Brachvögel

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    Seltene Vögel brüten im Landkreis Kelheim

    Im Kreis Kelheim werden demnächst wieder seltene Vogelarten zum Brüten erwartet. Zum Beispiel Große Brachvögel, Kiebitze, Wachtelkönige oder Wiesenpieper. Manche davon sind stark gefährdet. Sie brauchen Ruhe, worauf das Landratsamt aufmerksam macht.

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    Von
    • Kathrin Unverdorben
    • BR24 Redaktion

    Mitte März kommen selten gewordene Vogelarten, wie der Große Brachvogel, der Kiebitz oder der Wiesenpieper aus ihren Winterquartieren zurück, um im Kreis Kelheim zu brüten. Das Landratsamt weist deshalb daraufhin, Hunde an die Leine zu nehmen und bei Spaziergängen und Ausritten auf den Wegen zu bleiben. Auch Modellflugzeuge oder Drohnen dürfen in dieser Zeit nicht über die Gebiete der Wiesenbrüter fliegen.

    Vögel brauchen Ruhe zum Brüten

    Die Vögel brüten unter anderem im Abenstal und im Tal der Großen Laaber und brauchen Rücksichtnahme und Ruhe, so das Amt. Es ist verboten, sie in der Brut- und Aufzuchtzeit von Mitte März bis Ende August zu stören, heißt es weiter.

    "Diese besondere Rücksichtnahme ist aufgrund der dramatischen Bestandsrückgänge der letzten Jahrzehnte dringend erforderlich." Landratsamt Kelheim

    Bestände der Vogelarten gehen stark zurück

    Insbesondere die Bestände des Großen Brachvogels seien vielerorts auf wenige Tiere zurückgegangen: In den fünfziger Jahren hätten noch mehrere Dutzend Paare im Landkreis Kelheim gebrütet, während heute an Abens und Großer Laber nur noch jeweils ein bis zwei Brutpaare zu verzeichnen seien. "Aber auch die früher allgegenwärtigen Kiebitze sind in der Roten Liste bayernweit als ´stark gefährdet` eingestuft. Nachdem sich die bayerischen Bestände zwischen 1975 und 1998 schon mehr als halbiert hatten, geht der Rückgang seitdem kontinuierlich weiter", teilt das Landratsamt Kelheim mit.

    © pa/blickwinkel/A. Hartl
    Bildrechte: pa/blickwinkel/A. Hartl

    Ein Kiebitz mit einem frisch geschlüpften Küken

    Auch Zugvögel rasten in den Wiesengebieten

    Vor allem im März und April rasten in den Flusstälern auch Zugvögel, die sich kurzzeitig von den Strapazen und Gefahren ihrer langen Reise erholen - so zum Beispiel der Weißstorch. Für diese ohnehin geschwächten Vögel stellen Störungen ebenfalls ein großes Problem dar.

    Im Auftrag der Naturschutzbehörde kontrollieren ehrenamtliche Naturschutzwächter die Einhaltung der Regeln in den Wiesenbrütergebieten. Sie beantworten auch Fragen zu Tieren und Natur.

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