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"Selbstmordkommando" - Feuerwehr sauer auf Isarsurfer | BR24

© Feuerwehr Pullach

Nach dem starken Regen der vergangenen Tage führen viele Flüsse in Bayern Hochwasser. Trotzdem sind an manchen Stellen Bootssportler und Surfer unterwegs. Die Feuerwehr sieht die Gefahr - mancher Wassersportler nur die sportliche Herausforderung.

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"Selbstmordkommando" - Feuerwehr sauer auf Isarsurfer

Nach dem starken Regen der vergangenen Tage führen viele Flüsse in Bayern Hochwasser. Trotzdem sind an manchen Stellen Bootsfahrer und Surfer unterwegs. Die Feuerwehr sieht große Gefahr - mancher Wassersportler nur die sportliche Herausforderung.

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Von einem "Selbstmordkommando" spricht Stephan Jansen, wenn er die Kajakfahrer auf dem Hochwasser der Isar sieht. Jansen ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Baierbrunn, weiß, was passiert, wenn einer der Sportler kentert: Hunderte Feuerwehrleute links und rechts der Isar werden alarmiert, weil man nicht weiß, wo der Verunglückte hingetrieben wird.

Gefährlich sind vor allem Äste und ganze Bäume, die vom Hochwasser mitgerissen wurden und unter der Wasseroberfläche treiben oder sich verhaken.

"Auf den Flüssen hat bei Hochwasser niemand etwas zu suchen." Stephan Jansen, Freiwillige Feuerwehr Baierbrunn

Kajakfahrer-Club appelliert an Eigenverantwortung

Markus Schmid, Vorstand des Clubs Münchner Kajakfahrer, findet: Wenn das Können des Fahrers und die Gefahr, der er sich aussetzt, zueinander passen, dann könne man unter Umständen auch auf Hochwasser fahren. Das Treibgut bleibt allerdings ein unvorhersehbares Risiko. Schmid appelliert an die Eigenverantwortung der Wassersportler.

Feuerwehrler fordern Fahrverbot - denn auch sie geraten beim Retten in Lebensgefahr

Ein Fahrverbot wünscht sich dagegen der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pullach, Harald Stoiber. Seine Kollegen geraten oft selbst in Lebensgefahr, wenn sie Menschen aus dem Wasser retten müssen. Stoiber ist nicht generell gegen das Kanufahren – bei Hochwasser sei es aber zu gefährlich.

Vorsicht auch bei sinkenden Pegelständen

Und auch bei sinkendem Pegelstand ist noch Vorsicht geboten: An verkeilten Bäumen können unberechenbare Strömungen entstehen.