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Selbstgenähte Schutzmasken aus Marktredwitz und Coburg | BR24

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Aleksandra Weigel näht Schutzmasken.

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Selbstgenähte Schutzmasken aus Marktredwitz und Coburg

Ein großes Problem in der Corona-Krise ist die Versorgung mit medizinischem Material – die Nachfrage nach Schutzmasken ist groß wie nie. Deswegen haben bereits viele Privatpersonen und Einrichtungen damit begonnen die Masken einfach selbst zu nähen.

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In fast allen Apotheken sind Desinfektionsmittel und Schutzmasken Mangelware oder ganz ausverkauft. Experten appellieren immer wieder daran, das Wenige, was an professionellen Vorräten noch da ist, denen zu überlassen, die es am dringendsten benötigen – also zum Beispiel Ärzten, Klinikpersonal oder Pflegekräften. Das heißt aber nicht, dass man als Privatmensch neben Abstand halten und Händewaschen gar nichts tun kann, um sich und andere zu schützen.

Selbstgenähte Schutzmasken aus Marktredwitz

Aleksandra Weigel hat einen Stoffladen in Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel. Dort näht sie momentan Schutzmasken. Sie hat online recherchiert und sich so weit wie möglich informiert. Das Ergebnis: 3 Lagen Baumwollstoff und innen ein Schlitz, in den man einen Filter zum Auswechseln stecken kann – beispielsweise Toilettenpapier oder Küchenrolle. Der Filter soll regelmäßig gewechselt, die Masken gewaschen und am besten ausgekocht werden.

Unterstützung aus der Region

Unterstützt wird Aleksandra Weigel mittlerweile auch von Näherinnen eines großen Marktredwitzer Modehauses. Ihnen sendet Aleksandra Weigel Stoffpakete, aus denen die Näherinnen dann ebenfalls nach Weigels Anleitung Mundschutzmasken nähen.

Wichtig zu wissen:

Diese Masken bieten keinen sicheren Schutz davor, sich selbst zu infizieren. Aber sie können einen kleinen Teil dazu beitragen, dass derjenige, der sie trägt, keine anderen Menschen ansteckt. Für Aleksandra Weigel sind die Masken auch ein Zeichen von Respekt – denen gegenüber, die jetzt an der Supermarktkasse, in der Apotheke oder an der Tankstelle weiter für uns arbeiten. Deshalb gibt sie die Masken kostenlos ab – an alle, die sie wirklich brauchen. Anfragen sammelt die Stadt Marktredwitz.

Landestheater Coburg näht Masken für Regiomed-Klinikum

Die Damen- und Herrenschneiderei des Landestheaters in Coburg fertigt im Moment ebenfalls Schutzmasken für das Regiomed-Klinikum in Coburg an. Obwohl das Landestheater wegen der Corona-Krise geschlossen ist, wollten die Angestellten helfen und kamen Ende der vergangenen Woche auf die Idee, die Masken zu nähen, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt sollen es 500 Masken werden.

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