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Bildrechte: Shuttle Modellregion Oberfranken (SMO)

Die Hitzebeständigkeit der selbstfahrenden Busse in Hof ist offenbar noch ausbaufähig.

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Selbstfahrende Shuttle-Busse: Hitze-Panne nach erstem Tag

"Dumm gelaufen" lautet das erste Zwischenfazit des Betreibers der selbstfahrenden Busse in Hof. Das warme Wetter hat den Shuttle-Verkehr zwischenzeitlich lahmgelegt. Immerhin: Das Interesse der Bürger an dem Projekt ist vorhanden.

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Von
  • Lorenz Storch
  • BR24 Redaktion

Bei den selbstfahrenden Bussen in Hof ist die erste Woche mit Passagierbetrieb holprig verlaufen. Nach nur einem Tag musste der fahrplanmäßige Betrieb am Mittwoch bereits wieder eingestellt werden, weil der Computer im Bus wegen der warmen Außentemperaturen überhitzte. In den vergangenen Tagen war in Hof eine Höchsttemperatur von etwa 25 Grad Celsius gemessen worden.

"Valeo", der französische Hersteller der Busse, arbeite daran, das Problem in den Griff zu bekommen, heißt es. Inzwischen sei der fahrplanmäßige Betrieb wieder losgegangen.

Hof: Shuttle-Busse waren mit je vier Passagieren voll besetzt

"Das ist jetzt natürlich schon dumm gelaufen, dass wir gleich am zweiten Tag nicht fahren konnten", sagte Ralf Borowsky von der Hofer Shuttle-Leitwarte zum BR. Es zeige aber auch, dass der Sicherheitsmechanismus funktioniere. Schließlich seien sehr viele Testfahrten gemacht worden – allerdings an Tagen, an denen es immer kühler gewesen sei. Es handle sich aber eben um ein Forschungsprojekt, so Borowsky. Am Dienstag immerhin waren die vier Plätze, die im Shuttle angesichts der Corona-Auflagen besetzt werden dürfen, die meiste Zeit gefüllt.

Problemloser Verkehr in Kronach und Rehau

Fürs Erste sei man allerdings schon zufrieden, lautet das Gesamtresümee von Matthias Zankl vom Projektbüro Shuttle-Modellregion Oberfranken (SMO). Die Woche habe gezeigt, dass mit Fahrgästen größere Herausforderungen entstehen als im Testbetrieb. "Aber die Menschen interessieren sich für das Projekt", so Zankl weiter.

An den beiden anderen Standorten in Kronach und Rehau sei der Start mit Passagieren im Großen und Ganzen reibungslos verlaufen. Allerdings fahren beim Werksverkehr der Rehau AG bisher nur wenige Passagiere mit, da die Büros wegen der Corona-Auflagen noch weitgehend leer sind.

Shuttle-Modellregion Oberfranken: 15 Millionen Euro teures Projekt

Das Modellprojekt in den oberfränkischen Städten kostet insgesamt rund 15,3 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium trägt mit zwölf Millionen Euro den Hauptteil der Kosten. Insgesamt sind an der SMO elf Partner beteiligt: Neben den Städten Hof, Rehau, Kronach, den Landkreisen Hof und Kronach unter anderem auch die Hochschulen in Hof und Coburg sowie die Uni Chemnitz und der Kronacher Automobilzulieferer Valeo.

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