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Selbsternannter "König von Deutschland" wieder vor Gericht | BR24

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Selbsternannter "König von Deutschland" vor Gericht (Archiv)

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Selbsternannter "König von Deutschland" wieder vor Gericht

Das Landgericht Hof muss sich mit einem skurrilen Fall wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis beschäftigen. Angeklagt ist der selbsternannte "König von Deutschland", der als Reichsbürger gilt.

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Vor dem Landgericht Hof hat der 53-jährige Angeklagte heute in einer mehrstündigen Einlassung versucht zu beweisen, dass er der selbsternannte "König von Deutschland" ist und deshalb sich selbst einen Führerschein ausstellen könne.

Bereits zu Haft verurteilt wegen Fahrens ohne Führerschein

Der Mann, der der Reichsbürger-Szene zugerechnet wird und seit Jahren die Justiz in Deutschland beschäftigt, muss sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Er hatte bei einer Kontrolle auf der A9 bei Berg im Landkreis Hof nur ein Papier des von ihm selbst in Witttenberg (Sachsen-Anhalt) gegründeten "Königreichs Deutschland" vorlegen können. Deshalb hatte ihn das Amtsgericht Hof 2014 bereits zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, was er nicht akzeptiert hat. Nun beschäftigt sich die Berufungskammer des Landgerichts mit dem Fall.

Zwei Führerscheine aus Paraguay vorgelegt

Zum Auftakt erklärte der 53-Jährige, dass er nach der Gründung seines Königreichs nur das Papier seines bundesdeutschen Führerscheins bei der Führerscheinstelle in Sachsen-Anhalt zurückgegeben habe. Dennoch besitze er noch das Recht, Auto zu fahren. So legte er nach Auskunft eines Gerichtssprechers auch zwei Führerscheine aus Paraguay vor. Mit einem Urteil des Landgerichts Hof wird am 5. Juli gerechnet.