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SEK-Munition aus Mittelfranken bei Rechtsextremen gefunden? | BR24

© picture alliance/ Jens Krick (Symbolbild)

SEK-Beamte im Einsatz (Symbolbild)

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    SEK-Munition aus Mittelfranken bei Rechtsextremen gefunden?

    Bei der mutmaßlich rechtsextremen Gruppe "Nordkreuz" ist Munition gefunden worden, die offenbar für die Polizei in Mittelfranken bestimmt war. Das Landgericht Schwerin bestätigte dies. Bayerns Innenminister Herrmann sieht keine Verbindung.

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    Begonnen hat alles mit polizeilichen Durchsuchungen eines ehemaligen SEK-Beamten in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2017 und 2019. Dieser hatte die Chatgruppe "Nordkreuz" gegründet und hortete Munition und zahlreiche Waffen, darunter eine Maschinenpistole. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks handelt es sich bei einem Teil der gefundenen Munition um Material, das zuvor an das Spezialeinsatzkommando (SEK) Nordbayern und das Polizeipräsidium Mittelfranken geliefert wurde.

    Wie gelangte die Munition nach Mecklenburg-Vorpommern?

    Ein Sprecher des Landgerichts Schwerin bestätigte die BR-Recherchen. Dem Sprecher zufolge wurden bei einer ersten Durchsuchung 90 Patronen der Sorte '223 Remington Sniperline' gefunden, die zuvor an die Spezialeinheiten Nordbayern geliefert worden sein sollen. Außerdem fanden die Ermittler 540 Patronen einer anderen Marke, die im Zusammenhang mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken stehen. "Ein nicht näher bezifferter Teil davon soll an das Polizeipräsidium Mittelfranken geliefert worden sein", erklärte der Sprecher des Landgerichts Schwerin. Wie die Munition von Bayern nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sein könnte, sei noch nicht bekannt.

    Ehemaliger SEK-Beamter wurde bereits verurteilt

    Medienberichten zufolge soll bei den Durchsuchungen auch Munition von SEK-Einheiten aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen gefunden worden sein. Der ehemalige SEK-Beamte aus Mecklenburg-Vorpommern, der die mutmaßlich rechtsextreme Chatgruppe "Nordkreuz" gegründet hatte, wurde bereits im Dezember 2019 wegen illegalen Waffenbesitzes zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt hat.

    Prepper-Gruppe führte Feindeslisten

    Bei der Internet-Chatgruppe "Nordkreuz" handelt es sich um eine mutmaßlich rechtsextreme Prepper-Gruppe, die sich auf einen nicht näher beschriebenen "Tag X" vorbereitete und Feindeslisten politischer Gegner führte. Als Prepper werden Menschen bezeichnet, die sich auf verschiedene Weise für einen Katastrophenfall rüsten. Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen zwei Mitglieder der Chatgruppe wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.