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Bildrechte: dpa/peter kneffel

Schild der Bahnhofsmission am Münchner Hauptbahnhof

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    Seit 120 Jahren: Trost und Tee auf Gleis 11

    Unbürokratische und schnelle Hilfe für Menschen in Not - egal, ob mit Tee, Brot, Kleidung, einem Gespräch oder einer Übernachtungsmöglichkeit - das leistet die Bahnhofsmission. Auch 120 Jahre nach der Gründung gibt es mehr als genug zu tun.

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    Etwa 200 bis 300 Menschen kommen täglich in die Bahnhofsmission München. Es gibt Brot und Tee und vor allem eine warme Stube. Ein Angebot ohne Gegenleistung und ohne Bürokratie.

    Ein Platz zum Schlafen

    Nachts wird die warme Stube zu einem Schutzraum, in dem man auch auf Isomatten übernachten kann. In drei Beratungsbüros gibt es täglich etwa 60 vertrauliche Beratungsgespräche. Auffällig ist, dass immer mehr kranke Menschen Hilfe brauchen.

    "Die kommen hier an mit einem Entlassungsbrief und sind aber noch immer sehr krank, das sind Fälle, die einen schon mitnehmen." Simone Slezak, Leitung Evangelische Bahnhofsmission

    Kleider- und Geldspenden erwünscht

    Ohne Spenden würde die Arbeit der Bahnhofsmission nicht funktionieren. Für 15 Euro könne man einer Familie Babynahrung für einen kompletten Tag kaufen. Etwa 100 Euro koste der gesamte Teeverbrauch der Bahnhofsmission in einer ganzen Woche. Auch Sachspenden sind erwünscht.

    "Wir bekommen ständig Kleiderspenden, also Schuhe, Unterwäsche, Jacken, Hosen, T-Shirts, Sweatshirts. Und das geben wir dann an die Menschen aus, die konkret danach fragen." Bettina Spahn, Leitung Katholische Bahnhofsmission

    Armut nach wie vor groß

    Jungen Frauen Schutz zu gewähren, die auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Stadt gekommen sind, zu diesem Zweck wurde vor 120 Jahren die Bahnhofsmission in München gegründet. Auch Kriegsheimkehrer und Notleidende wurden versorgt. Nach der Maueröffnung kamen viele Menschen aus Osteuropa und in den letzten Jahren sind es nicht zuletzt vor allem auch Flüchtlinge, die die Bahnhofsmission im Münchner Hauptbahnhof aufsuchen.