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Seehofer will auf Prügelattacken von Amberg reagieren | BR24

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Am Wochenende sind vier Jugendliche Asylbewerber prügelnd durch Amberg gezogen und haben wahllos Passanten attackiert. Zwölf Menschen wurden verletzt. Bundesinnenminister Seehofer verspricht Konsequenzen.

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Seehofer will auf Prügelattacken von Amberg reagieren

Am Wochenende sind vier Jugendliche Asylbewerber prügelnd durch Amberg gezogen und haben wahllos Passanten attackiert. Zwölf Menschen wurden verletzt. Bundesinnenminister Seehofer verspricht Konsequenzen.

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Nach den Prügelattacken in Amberg hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Verschärfung der Gesetze angekündigt. "Die Ereignisse in Amberg haben mich sehr aufgewühlt. Das sind Gewaltexzesse, die wir nicht dulden können", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung. Seehofer forderte: "Wenn Asylbewerber Gewaltdelikte begehen, müssen sie unser Land verlassen. Wenn die vorhandenen Gesetze dafür nicht ausreichen, müssen sie geändert werden. Dazu werde ich der Koalition Vorschläge machen."

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) will jetzt das Gespräch mit der Polizei suchen und gemeinsam mit Experten überlegen, ob mehr für die Sicherheit in Amberg mehr getan werden kann. Auf Facebook hatte Cerny am Wochenende geschrieben, die Täter hätten den friedlichen und engagierten Asylbewerbern einen Bärendienst erwiesen.

Ebner-Steiner fordert Abschiebung

Cernys Beitrag wurde hundertfach kommentiert. Viele der Kommentare kamen aus dem rechten Spektrum. Inzwischen schaltete sich auch die Landtagsfraktionschefin der AfD, Katrin Ebner-Steiner aus Deggendorf, ein. Sie fordert die sofortige Abschiebung der Täter. Kritik übt die AfD-Politikerin auch an den Sicherheitsbehörden: Dass die Beamten mehr als zwei Stunden brauchten, um die Schläger festzunehmen, werfe die Frage auf, ob die Polizei in Amberg personell ausreichend ausgestattet sei.

OB: Tat keine Lappalie

Bei den Beschuldigten handelt es sich um Asylsuchende aus Afghanistan, Syrien und dem Iran im Alter zwischen 17 und 19 Jahren. Sie sitzen jetzt in verschiedenen Gefängnissen in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Oberbürgermeister Cerny begrüßte die Verhaftung der Jugendlichen. Damit sei klar, dass es sich bei der Tat nicht um eine Lappalie handele.

Am Samstagabend hatten die vier Asylsuchenden wahllos Passanten in Amberg angegriffen. Zwölf Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm die vier Jugendlichen noch am Abend fest.