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Seehofer spricht über seinen Rücktritt | BR24

© BR/Eva Lell

CSU-Chef Horst Seehofer macht es noch einmal spannend: Mehrere Tage wartete er mit der angekündigten Erklärung zum Ende seiner Zeit an der Parteispitze, heute soll es nun so weit sein. Wie und wann genau - das ist offen.

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Seehofer spricht über seinen Rücktritt

CSU-Chef Horst Seehofer macht es noch einmal spannend: Mehrere Tage wartete er mit der angekündigten Erklärung zum Ende seiner Zeit an der Parteispitze, heute soll es nun so weit sein. Wie und wann genau - das ist offen.

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Er lässt sich Zeit bis zum letzten Werktag: Für diese Woche hatte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer die Erklärung zu seiner politischen Zukunft angekündigt. Am Montag bestätigte er zwar Berichte, dass er als CSU-Chef zurücktreten werde, nannte aber keine Details. Seither war zu diesem Thema von ihm nichts mehr zu hören. Heute nun will er sich endlich erklären - nicht nur die CSU wartet gespannt darauf.

CSU-Generalsekretär Markus Blume bestätigte zwar am Donnerstag, dass die Erklärung heute kommen soll. Wann und in welcher Form mit ihr zu rechnen ist, sagte er aber nicht. Das ZDF berichtete unter Berufung auf Koalitionskreise, der CSU-Chef werde sich schriftlich äußern. Erwartet wird, dass Seehofer formal erklärt, bei einem Sonderparteitag nicht mehr für den CSU-Vorsitz zu kandidieren - und damit den Fahrplan für das Ende seiner Amtszeit bekanntgibt. Erst nach diesem Schritt wollen sie in der CSU offen über einen Nachfolger diskutieren. Dieser soll dann wahrscheinlich im Januar auf einem Sonderparteitag gewählt werden.

Söder Favorit

Noch hat keiner in der CSU seine Kandidatur für den Parteivorsitz erklärt. Als klarer Favorit gilt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Viele in der Partei hatten sich dafür ausgesprochen, das Amt des Ministerpräsidenten und den CSU-Vorsitz wieder in einer Hand zusammenzuführen. Es gibt aber auch mahnende Stimmen, die CSU müsse sich breiter aufstellen.

Als weiterer möglicher Seehofer-Nachfolg gilt CSU-Vize Manfred Weber. Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, erklärte am Donnerstag, dass er keine Kandidatur für den CSU-Chefposten anstrebe. "Ich hatte gestern nicht vor, mich am Wettbewerb um die Nachfolge von Horst Seehofer als Parteivorsitzender zu beteiligen. Daran hat sich heute nichts geändert", sagte er der dpa. Das ZDF hatte zuvor berichtet, Seehofer habe Dobrindt zur Kandidatur aufgefordert, um Söder als seinen Nachfolger an der Parteispitze zu verhindern. Laut Blume wies Seehofer selbst den Bericht als "Schmarrn" zurück.

Drei Viertel der Deutschen für Rücktritt als Innenminister

Offen ist auch, ob es in Seehofers Erklärung ausschließlich um den CSU-Vorsitz gehen wird oder auch um die Frage, wie lange er das Amt des Bundesinnenministers noch ausüben will. Am Montag hatte er betont, dass er auch nach seinem Rückzug von der CSU-Spitze Bundesinnenminister bleiben wolle.

Laut dem ARD-Deutschlandtrend sind 73 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass Seehofer das Amt des Innenministers abgeben sollte. Sogar 74 Prozent der Anhänger von CDU und CSU sind dieser Ansicht. Nur jeder Vierte in Deutschland (25 Prozent) plädiert laut der Umfrage dafür, dass Seehofer im Amt bleiben sollte.