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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

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    Seehofer: Diesel-Markt mit Steuererleichterungen stützen

    Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will den schrumpfenden Markt für Dieselautos dem "Spiegel" zufolge mit Steuervergünstigungen stützen. Es müssten Anreize zum Kauf eines neuen, emissionsarmen Euro-6-Diesels gegeben werden.

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    Seehofer nannte es einen "guten Weg", die Kfz-Steuer zu reduzieren, damit die Stickoxidbelastung in den deutschen Innenstädten sinke. Vor dem Diesel-Gipfel am Mittwoch plädierte er zudem dafür, einen staatlichen Fonds zur Umrüstung von Taxis, Bussen und Müllautos mit Dieselmotoren einzurichten. Dorthin könnten auch die Mittel zur Förderung der E-Mobilität fließen, die zur Verfügung gestellt, aber nicht abgerufen worden seien, schlug er vor.

    Das Bundesumweltministerium in Berlin lehnte Kaufanreize für moderne Diesel ab. "Wir sind nicht besonders daran interessiert, eine Technologie zu fördern, die in absehbarer Zeit ohnehin nicht mehr auf die Straße gehört", sagte eine Sprecherin.

    Gesundheit wichtiger als freie Fahrt

    Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte am Vortag den Weg für Diesel-Fahrverbote in Innenstädten geebnet. Dies sei im Fall älterer Dieselautos die beste Lösung zur Senkung gesundheitsschädlicher Abgase, urteilte das Gericht. Die Autoindustrie hofft, Diesel-Fahrverbote noch abwenden zu können. Sie will stattdessen alte Dieselmotoren technisch nachrüsten.