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Security-Mitarbeiter in Ankerzentrum Deggendorf erfindet Angriff | BR24

© pa/dpa

"Sicherheitsdienst" steht auf dem Rücken eines Mannes.

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    Security-Mitarbeiter in Ankerzentrum Deggendorf erfindet Angriff

    Ein Sicherheitsmitarbeiter des Deggendorfer Ankerzentrums hat einen Angriff mit weitreichenden Konsequenzen für einen Bewohner erfunden. Laut Polizei entpuppten sich die Behauptungen des Mannes als Lügen, um sich selbst zu schützen.

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    Der Security-Mitarbeiter des Ankerzentrums in Deggendorf, der Anfang Juni angab von einem Bewohner angegriffen worden zu sein, hat die Tat erfunden. Das teilt die Polizei mit.

    Erfundener Angriff mit abgebrochener Flasche

    Der 29-jährige Security-Mitarbeiter bezichtigte einen Bewohner des Ankerzentrums gegenüber der Polizei, ihn während eines Streits mit einer abgebrochenen Flasche am Arm verletzt zu haben. Der 29-Jährige konnte auch Schnittverletzungen am Arm vorweisen. Daraufhin wurde gegen den Angeschuldigten ein Haftbefehl erlassen, er befand sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Security schlug selbst mit Schlagstock zu

    Wie Ermittlungen der Polizei jetzt ergeben haben, hat der Security-Mitarbeiter den Angriff nur vorgetäuscht. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde der Sicherheitsmitarbeiter von dem 20-jährigen Bewohner beim Betreten der Unterkunft massiv beleidigt, woraufhin der 29-Jährige auf den Mann mit einem Schlagstock einschlug und ihn leicht verletzte. Womöglich aus Angst vor etwaigen Sanktionen erfand der Mitarbeiter den Angriff und fügte sich selbst Verletzungen am Arm zu.

    Haftbefehl gegen Bewohner sofort aufgehoben

    Fragwürdig ist laut Polizei ebenso ein weiterer Vorwurf des Mitarbeiters gegen andere Bewohner des Ankerzentrums, die sich bei dem Angriff angeblich mit Steinen bewaffnet haben sollen. Der Haftbefehl gegen den 20-Jährigen wurde sofort aufgehoben. Gegen den Security-Mitarbeiter wird jetzt wegen Vortäuschen einer Straftat, falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft ermittelt.