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Sechs Monate Ankerzentrum in Donauwörth | BR24

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Seit einem halben Jahr gibt es Ankerzentren in Bayern - so auch in Donauwörth. Ziel der Staatsregierung ist es, dass in diesen Zentren schneller entschieden wird, ob Flüchtlinge bleiben dürfen oder gehen müssen.

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Sechs Monate Ankerzentrum in Donauwörth

Seit einem halben Jahr gibt es Ankerzentren in Bayern – auch in Donauwörth. Ein wesentliches Ziel der Staatsregierung ist es, dass in solchen Zentren schneller über Asylanträge entschieden wird. Wir ziehen eine Zwischenbilanz.

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Viereinhalb Monate bleiben Flüchtlinge im Schnitt im Ankerzentrum. Mehr Zeit verbringen diejenigen dort, die eigentlich wieder zurück müssten - sei es in ihr Heimatland oder in das Land, in dem sie zuerst Asyl beantragt haben.

Abschiebungen scheitern oft

110 Flüchtlinge hätten in den vergangenen sechs Monaten abgeschoben werden sollen. Tatsächlich ist das in zwölf Fällen passiert. 87 Mal sind die Beamten der Donauwörther Polizeiinspektion unverrichteter Dinge wieder gefahren, weil die betreffende Person nicht auffindbar war. Auf dem Gelände leben über 700 Menschen.

Immer wieder Auseinandersetzungen

In elf Fällen erreichten die abgelehnten Asylbewerber zwar den Flughafen. Der Pilot weigerte sich dann aber nach Protesten der Betroffenen, diese mitzunehmen. Abschiebungen etwa nach Italien scheitern oft daran, dass die Regierung in Rom inzwischen nur wenige Flüchtlinge ins Land lässt.

Im Donauwörther Ankerzentrum hat es in den vergangenen Monaten immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. Erst am zurückliegenden Wochenende geriet die Lage zeitweise außer Kontrolle, weil eine Brandschutzübung aus dem Ruder gelaufen war.