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Die Alan Kurdi bei einem Einsatz im Mittelmeer

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    Sea-Eye muss Rettungsschiff "Alan Kurdi" verkaufen

    Nach drei Jahren Seeretung verkauft die Sea-Eye ihr Rettungsschiff "Alan Kurdi". 927 Menschenleben wurden bei den Einsätzen gerettet, heißt es. Nun könne man das Schiff nicht mehr finanzieren. Völlig verschwinden wird Alan Kurdi allerdings nicht.

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    • BR24 Redaktion

    Die Hilfsorganisation Sea-Eye verkauft ihr Rettungsschiff "Alan Kurdi" an die italienische Organisation ResQ. Wie Sea-Eye am Montag mitteilte, könne man das Schiff finanziell nicht länger tragen.

    Wiederholte Stilllegungen als Grund für Aufgabe

    Als Grund gibt die Organisation mit Sitz in Regensburg wiederholte Stilllegungen durch italienische Behörden und geforderte Nachbesserungen "aus fadenscheinigen Gründen" an. Künftig wolle man Rettungseinsätze für Migranten und Flüchtlingen im Mittelmeer nur noch mit dem Schiff "Sea-Eye 4" durchführen.

    Aland Kurdi unter neuem Namen weiterbetrieben

    Für dessen Instandhaltung würden die 400.000 Euro, die Sea-Eye von ResQ für die "Alan Kurdi" erhalten hat, dringend gebraucht, heißt in einer Mitteilung. Die in Mailand basierte Organisation ResQ werde die "Alan Kurdi" unter dem Namen "ResQ People" weiter betreiben.

    Sea-Eye dankbar, dass Schiff im Einsatz bleibt

    Der Vorsitzende von Sea-Eye Gorden Isler ist dankbar, dass das nach seinen Worten "besondere" Schiff im Einsatz bleibt. Isler sagte außerdem: "Für uns war es eine schwere, aber gleichermaßen vernunftgetriebene Entscheidung".

    "Alan Kurdi" rettete 927 Menschenleben

    Die "Alan Kurdi"war das erste Rettungsschiff unter deutscher Flagge und wurde erstmalig im Dezember 2018 eingesetzt. Insgesamt entsendete Sea-Eye die "Alan Kurdi" auf zwölf Rettungsmissionen und rettete nach eigenen Angaben so 927 Menschenleben. Rund 240 Crew-Mitglieder waren auf dem Schiff beschäftigt.

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