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Wer noch eine Portion des Edelgemüses auf dem Teller haben möchte, sollte sich sputen, denn die Saison neigt sich dem Ende zu.

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Schwierige Spargel-Saison neigt sich dem Ende entgegen

Wer noch eine Portion des Edelgemüses auf dem Teller haben möchte, sollte sich sputen, denn die Spargel-Saison neigt sich dem Ende zu. Wegen Corona hatten und haben die Spargelbauer Probleme. Trotzdem sind sie mit der diesjährigen Ernte zufrieden.

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"Es war eine schwierige Spargel-Saison", sagt Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbandes Südbayern. Seit Mitte März wird gestochen, doch anfangs war nicht klar, ob heuer überhaupt Spargel geerntet werden kann.

Corona erschwert die Spargel-Ernte

Zum einen durften anfangs aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Erntehelfer einreisen. Und zum anderen fiel laut Verbandschef Strobl der Absatz über Gastronomie und Kantinen nahezu komplett weg. Dennoch musste laut Strobl kein Spargel weggeworfen werden, oder ist im Boden verrottet. Zwar konnte ein Teil mangels Helfern nicht geerntet werden, etwa so genannte Alt-Anlagen, die nur noch ein Jahr betrieben worden wären – die wurden heuer dann aber einfach früher als geplant umgepflügt. Auch etliche Jung-Anlagen habe man auswachsen lassen, also den Spargel nicht geerntet, sondern durchtreiben lassen. Das schadet der Pflanze aber nicht, so Strobl. Er schätzt, dass etwa 20 Prozent der Anlagen, die sonst beerntet werden, heuer nicht an den Markt gekommen sind.

Spargelverband zieht positives Fazit

"Das Angebot hätte aber auch gar nicht größer sein dürfen, weil der Absatz gefehlt hat", so Strobl, weil etwa die Gastronomie keine Waren abgenommen habe wegen Corona. Dennoch sind die Spargelbauern sehr zufrieden, weil viel mehr Spargel in den Privathaushalten gekocht worden ist – weil die Leute mehr zuhause waren. Ein Erzeuger etwa habe ihm berichtet, dass dessen Absatz direkt ab Hof sich um 100 Prozent gesteigert habe. So komme man auf deutlich bessere Bilanz als zunächst erwartet. Und: Weil weniger Ware verfügbar war, stimmte auch der Preis, so Strobl.

Spargelernte geht vielerorts früher zu Ende

Traditionsgemäß endet die Spargelsaison normalerweise erst am Johannistag, also dem 24. Juni. Doch bereits jetzt werden voraussichtlich viele der Spargelbauer im Gebiet Wittelsbacher Land/Schrobenhausen zum Wochenende hin die Ernte und den Verkauf beenden.

Dazu kommt laut Strobl, dass auch einer der größten Spargelerzeuger in Bayern mit Sitz nahe Aichach infolge mehrere Corona-Fälle den Betrieb vorzeitig einstellt. Die Verkaufshütten des Betriebs rund um Augsburg sind bereits geschlossen.

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