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Bildrechte: Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

Die Zugspitze im Nebel, dazu Graupel und Schnee. Ein Bergsteiger aus dem Stuttgarter Raum hatte sich bei widrigen Bedingungen am Jubiläumsgrat verstiegen und war total erschöpft. Die Bergwacht konnte ihn nach 18 Stunden retten.

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Schwierige Rettungsaktion für Bergwacht an der Zugspitze

Die Zugspitze im Nebel, dazu Graupel und Schnee. Ein Bergsteiger aus dem Stuttgarter Raum hatte sich bei widrigen Bedingungen am Jubiläumsgrat verstiegen und war total erschöpft. Die Bergwacht konnte ihn nach 18 Stunden retten.

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Von
  • Martin Breitkopf
  • Matthias Lauer

Der Bergsteiger aus Baden-Württemberg hatte sich bereits am Dienstagabend bei der Bergwacht gemeldet und um Hilfe gebeten, da er den Weg am Jubiläumsgrat nicht mehr fand. Kurz nachdem sich die Retter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ans Lokalisieren seines Standorts gemacht hatten, kam Entwarnung. Er habe ihn wieder und benötige keine Hilfe mehr, hieß es. Jedoch am Mittwochfrüh meldete er sich noch einmal, er habe sich wieder verlaufen.

Suche und Rettung im Nebel

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Zuerst der Nebel, dann der Schnee... für die Retter eine schwierige Aktion.

Im Nebel machten sich zwei Bergretter auf den Weg. Vier weitere gingen ihnen mit Material hinterher. Der Verstiegene wurde an der Inneren Höllentalspitze gefunden. Laut Toni Gehringer von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war der Mann total erschöpft und nur noch auf zittrigen Beinen unterwegs.

Gewitter, Schnee und Graupel: Schutz unterhalb des Grates

Die Bergretter brachten ihn zurück auf den Weg zur Zugspitze. Auf dem Rückweg zog aber ein Gewitter mit Graupel und Neuschnee auf. Sicherheitshalber biwakierten Retter samt Patient unterhalb des Grates. Da sich der Zustand des Mannes während des Biwaks verschlechterte, wurden weitere Bergretter alarmiert.

Rettungsaktion weitet sich aus – Hubschrauber muss umdrehen

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Aufgrund der schlechten Sicht scheiterte der Einsatz des Hubschraubers. Noch mehr Retter mussten aufsteigen.

Sechs weitere Bergretter und ein Bergwachtarzt machten sich ebenfalls am Nachmittag auf den Weg zur Zugspitze, um den Kameraden zu helfen. Parallel versuchte der Rettungshubschrauber nach dem Gewitter zur Einsatzstelle am Jubiläumsgrat durchzukommen. Aufgrund des dichten Nebels kam er aber nicht durch, erklärte Toni Gehringer von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen.

Verdacht auf Erfrierungen: Bergsteiger kommt in Klinik

Glücklicherweise verbesserte sich der Zustand des Geborgenen so sehr, dass er mit Hilfe der Bergretter weiter selbstständig zur Gipfelstation der Zugspitzbahn gehen konnte. Der Mann wurde wegen seines extrem schwachen Kreislaufs und möglicher Erfrierungen ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.

Der große Run auf die Berge

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