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Schwerverletzter Massai-Junge Safari kommt in Bayreuth an | BR24

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In Bayreuth wird heute gegen Mittag der schwerverletzte 12-jährige Safari aus Tansania erwartet. Am Morgen landet er am Frankfurter Flughafen. Den Weitertransport nach Bayreuth übernimmt das Bayerische Rote Kreuz.

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Schwerverletzter Massai-Junge Safari kommt in Bayreuth an

In Bayreuth wird heute Mittag der schwerverletzte 12-jährige Safari aus Tansania erwartet. Er landet am Frankfurter Flughafen. Den Transport nach Bayreuth übernimmt das Bayerische Rote Kreuz. Dort soll der Junge mehrmals operiert werden.

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Bereits gestern Abend sind die beiden Sanitäter aus Bayreuth, Frank Zeißler und Bernd Potzel, nach Frankfurt gefahren. Sie werden den Jungen gemeinsam mit seinem Bruder und seiner afrikanischen Ärztin nach Bayreuth fahren. Die beiden Sanitäter haben vor Ort bereits in der "Airportklinik" das genaue Vorgehen besprochen, so Zeißler zum BR. Der heutige Transport wird knapp vier Stunden dauern, der Rettungswagen darf nicht schneller als 80 Kilometer pro Stunde fahren, so Sanitäter Frank Zeißler weiter.

Mehrere OPs in Bayreuth

In Bayreuth wird Safari am Klinikum erwartet. Dort soll der Massai-Jungen mehrfach operiert werden. Safari hat durch einen Stromschlag seinen rechten Arm und beide Unterschenkel verloren und schwere Verbrennungen erlitten. Der Bayreuther Privatdozent und Chefarzt der plastischen Chirurgie am Klinikum Bayreuth, Jürgen Dolderer , lernte Safari vor wenigen Wochen bei einem Hilfseinsatz der Organisation Interplast Germany kennen. Ihm war schnell klar: In Tansania wird Safari keine Chance haben.

Welle der Hilfsbereitschaft in Bayreuth

Zumal der Junge von seinem Stamm nach dem Unglück verstoßen wurde, da er nicht alleine überleben könnte. Ein für die Massai gängiges Vorgehen. Nur sein großer Bruder ist bei ihm geblieben. Gemeinsam mit seinem Team setzte Jürgen Dolderer alle Hebel in Bewegung, um dem Jungen zu helfen. Was folgte ist eine große Welle der Hilfsbereitschaft in Bayreuth. In enger Zusammenarbeit zwischen Stadt, Klinikum, Bayerischem Roten Kreuz und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern wurde der Transport ermöglicht. Hier soll der Junge weiter versorgt, operiert und letztlich Prothesen erhalten. Durch eine Spendenaktion sind bereits mehr als 25.000 Euro zusammengekommen. Der Unterstützerkreis für Safari freut über jede weitere Spende.

Betreuung in Heimat

Der 12-Jährige hat ein Visum und darf drei Monate in Deutschland bleiben. Seine Unterstützer aus Bayreuth stehen bereits mit Behindertenorganisationen in Verbindung und bemühen sich darum, dass Safari in seinem Heimatland nach seiner Zeit in Bayreuth betreut wird, so der Sprecher des Klinikums, Frank Schmälzle. Die afrikanische Ärztin von Safari wird zwei Wochen bleiben und am Klinikum hospitieren.