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Ein Angeklagter in einem Gerichtssaal des Landgerichts Bamberg.
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Ein Angeklagter in einem Gerichtssaal des Landgerichts Bamberg.

Vor dem Landgericht Bamberg ist ein 23-jähriger Mann wegen gemeinschaftlich begangenen Raubes zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Zuvor hatte der junge Mann gestanden, dass er mit einem weiteren Täter vermummt in eine Wohnung eingebrochen sei. Er habe den älteren Bewohner gefesselt und ihm mehr als 33.000 Euro Bargeld gestohlen, ließ er heute seinen Verteidiger erklären.

Rentner in Scheßlitz bedroht

Den Vorwurf der Anklage, den Rentner auch mit einem messerähnlichen Gegenstand bedroht zu haben, hatte der 23-Jährige im Prozess von sich gewiesen. Sein Komplize habe dem Mann ein stumpfes Werkzeug an den Hals gehalten, ließ er seinen Verteidiger erklären.

Spielschulden als Motiv?

Als Motiv für die Tat gab der 23-Jährige an, dass ein Gläubiger ihn wegen Spielschulden unter Druck gesetzt habe. Der habe auch den anderen Mann mit auf den Raubzug geschickt, um das Geld zu behalten. Der Komplize wurde noch nicht zweifelsfrei ermittelt.

Opfer hat immer noch Angst

Der Rentner hatte nach eigenen Angaben Blutergüsse von den Fesseln und einen Riss an einer Hand davongetragen. Seit der Tat habe er "ganz schlechte Träume", obwohl er "kein Angsthase" sei. Der Angeklagte entschuldigte sich bei dem 88-Jährigen und erklärte, er habe die Tat "aus Verzweiflung begangen", nicht, weil er den Rentner habe verletzen wollen.

Sein Komplize sei der Aggressive von beiden gewesen. Dessen Namen wollte er nicht nennen – aus Angst, dass seiner Familie Gewalt angetan werden könnte.