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Schwerer Badeunfall bei Grafrath | BR24

© picture alliance / dpa

Symbolbild: Baumstamm in einem Fluss bei Hochwasser

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    Schwerer Badeunfall bei Grafrath

    Auf der Amper hat sich am Samstag bei Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck ein schwerer Badeunfall ereignet. Eine junge Frau wurde beim Stand-Up-Paddeln unter Wasser gezogen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

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    Von
    • Christine Kerler

    Eine 18-Jährige war am Samstagnachmittag mit einem Freund mit Stand-Up-Paddles auf der Amper unterwegs. Sie wollten vom Ammersee nach Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck.

    Durch Stromschnelle unter Wasser gezogen

    Auf Höhe der Einstiegsstelle Grafrath liegt derzeit aufgrund der langanhaltenden Regenfälle reichlich Geäst – mitunter ganze Baumstämme – wodurch sich im Flusslauf viele, schwer zu erkennende Stromschnellen und Stauungen bilden. Laut Polizei verfing sich die 18-Jährige mit ihrem Sicherungsseil in einer solchen Stromschnelle und wurde unter Wasser gezogen.

    Rettung der jungen Frau äußerst schwierig

    Als ihr Freund dies bemerkte, war er bereits die Stromschnelle hinunter gefahren und konnte aufgrund der Strömung nicht mehr zu der jungen Frau gelangen. Auch die sofort zur Hilfe geeilte Wasserwacht hatte Schwierigkeiten, die mittlerweile bewusstlose Verunglückte zu erreichen.

    Ersthelfer können 18-Jährige reanimieren

    Erst durch einen anderen Badenden, der sich flussabwärts zur Verunglückten treiben ließ, konnte sie aus ihrer Lage befreit und an Land gebracht werden. Ersthelfer reanimierten die Verunglückte, bis die Rettungskräfte eintrafen. Sie wurde per Rettungshubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum nach Augsburg geflogen.

    Große Gefahr auf Fließgewässern

    Die Polizei mahnt angesichts der aktuellen Lage zur Vernunft: Baden, Bootfahren und Paddeln ist auf Fließgewässern nach den anhaltenden Regenfällen äußerst gefährlich. Daher wird eindringlich von der Nutzung von Flüssen zur Freizeitaktivität abgeraten. Insbesondere die bereits genannten entstandenen Stromschnellen und Geäste können eine schwer zu erkennende Lebensgefahr darstellen.

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