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Schild "Geburtshilfe" in einer Klinik
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Norbert Steiche
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Schild "Geburtshilfe" in einer Klinik

Im Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt kann die Geburtshilfe aufrechterhalten werden - zumindest vorerst. Das bestätigte Krankenhausdirektor Norbert Jäger auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Demnach habe sich der Träger - die "Kongregation der Schwestern des Erlösers" - mit den fünf gynäkologischen Belegärzten darauf geeinigt, deren geburtshilfliche Haftpflichtversicherung in sechsstelliger Höhe komplett zu übernehmen. Andernfalls hätte zum Beispiel der Frauenarzt Stefan Schwind seine Tätigkeit als Geburtshelfer einstellen müssen. Die Kosten für seine Haftpflichtversicherung wären durch die Honorare als Geburtshelfer am St. Josef nicht gedeckt gewesen.

Schweinfurter Geburtshelfer mit Forderungen an die Politik

Das Krankenhaus St. Josef strenge sich an, die Geburtshilfe langfristig zu erhalten, so Direktor Norbert Jäger. Aus seiner Sicht müsse es aber Sache der Kassenärztlichen Vereinigung sein, die hohen Haftpflichtversicherungen der Belegärzte in ihre Honorarforderungen mit "einzupreisen". Geburtshelfer Stefan Schwind nimmt zusätzlich die Politik in die Pflicht. Sie müsse langfristig Rahmenbedingungen schaffen, um die Geburtshilfe für Ärzte attraktiv zu halten. "Sonst wird es dafür keinen ärztlichen Nachwuchs geben," sagte Schwind im Gespräch mit dem BR.

"Ziemlich einmaliges" Engagement der Erlöserschwestern

2017 kamen im Krankenhaus St. Josef mehr als 900 Kinder auf die Welt, im bisherigen Jahr 2018 sind es bereits deutlich über 800 Geburten. Direktor Norbert Jäger will mit den Belegärzten eine langfristige Lösung erreichen. Aus Sicht von Jäger ist es "ziemlich einmalig, was die Kongregation der Erlöserschwestern hier leistet". Weil St. Josef kein kommunales Krankenhaus ist, kommt es bislang nicht in den Genuss eines Förderprogrammes, das die Staatsregierung unter anderem für defizitäre Geburtshilfe-Stationen aufgelegt hat.

Schweinfurter Klinik St. Josef: Geburtshilfe vorerst gesichert

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