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Schweinfurt und Bad Kissingen freuen sich über Behördenstellen | BR24

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Mit großem Wohlwollen reagieren die Oberbürgermeister Schweinfurts und Bad Kissingens auf die Pläne des bayerischen Ministerpäsidenten Markus Söder. 400 Behördenstellen will dieser dorthin verlagern.

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Schweinfurt und Bad Kissingen freuen sich über Behördenstellen

Mit großem Wohlwollen reagieren die Oberbürgermeister Schweinfurts und Bad Kissingens auf die Pläne des bayerischen Ministerpäsidenten Markus Söder. 400 Behördenstellen will dieser dorthin verlagern. In Schweinfurt gab es das so ähnlich schon einmal.

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Positiv überrascht nehmen die Rathäuser in Schweinfurt und Bad Kissingen die Nachricht auf. 300 neue Behördenstellen sollen in Schweinfurt entstehen, 100 neue in Bad Kissingen. Das ist das Ergebnis der geplanten Behördenverlagerung, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgestellt hat.

100 neue Stellen in Bad Kissingen

Eine "gewaltige Aufwertung" sei das für die Stadt, heißt es aus dem Rathaus in Bad Kissingen. Das zentrale Schulungszentrum des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) soll im Kurort entstehen. Im Rathaus ist man über diese Ankündigung positiv überrascht. Derzeit wird in Bad Kissingen nämlich bereits das Kurhausbad für einen Millionenbetrag umgebaut. Dort soll eine Außenstelle des LGL einziehen, im Endausbau mit etwa 100 Mitarbeitern.

Von der Nachricht über das neue Schulungszentrum habe auch die Stadt erst jetzt erfahren, sagt Oberbürgermeister Kay Blankeburg (SPD). Er geht davon aus, dass die 100 Arbeitsplätze, die Söder angekündigt hat, zusätzlich zu den bereits geplanten Stellen entstehen. "Bad Kissingen als Stadt der Gesundheit wird dadurch nochmal in seiner Kernkompetenz geschärft", sagt Blankenburg. Er erwartet positive Auswirkungen für Handel, Unterkünfte und Gastronomie.

300 neue Behördenarbeitsplätze in Schweinfurt

Freuen darf sich auch Schweinfurt. 300 Stellen sollen aus dem Finanzamt in München an den Main verlagert werden. Das gab es schon einmal in ähnlicher Form: In den 1990er-Jahren sind das Landessozialgericht und das Landesamt für Statistik nach Schweinfurt gekommen. "Das war damals eine ganz wichtige Maßnahme, um ein zweites Standbein neben der Industrie zu schaffen", sagt Oberbürgermeister Sebastian Remelè (CSU). Er spricht deshalb von einer "wunderbaren Nachricht", die für ihn in dieser konkreten Form überraschend gekommen sei.

Remelé rechnet damit, dass für die 300 neuen Stellen eine neue Einrichtung gefunden werden müsste. Möglichkeiten dafür gebe es ausreichend, etwa durch die ehemaligen Flächen des US-Militärs. Remelé kann sich einen Neubau oder auch den Ausbau eines vorhandenen Gebäudes vorstellen.

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