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Schweinfurt: Große Corona-Reihentestung am Humboldt-Gymnasium | BR24

© picture-alliance/dpa

Am Schweinfurter Humboldt-Gymnasium werden von 1.000 Schülern und Lehrern Corona-Abstriche genommen. (Symbolbild)

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    Schweinfurt: Große Corona-Reihentestung am Humboldt-Gymnasium

    1.000 Schüler und Lehrer, alle müssen zum Corona-Abstrich. Am Schweinfurter Alexander-von-Humboldt-Gymnasium läuft eine umfangreiche Reihentestung. Kurzerhand wurde dafür eine Turnhalle umfunktioniert.

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    Seit Donnerstagvormittag laufen die Reihentests – und sie werden noch etwas andauern. 1.000 Schüler und Lehrer des Schweinfurter Alexander-von-Humbold-Gymnasiums werden auf das Coronavirus getestet. Die Aktion soll laut Schulleiter Klemens Alfen noch mindestens bis Schulschluss am Freitagmittag dauern.

    Spezialfirma bezieht in der Turnhalle Quartier

    Eine von der Regierung von Unterfranken vermittelte Spezialfirma habe in einer Turnhallen eine mobile Teststrecke aufgebaut. Wie Alfen mitteilte, werden die Schülerinnen und Schüler klassenweise zum Reihentest aufgerufen. In der Turnhalle würden dann an zwei Stationen parallel Abstriche von den Schülerinnen und Schülern sowie von den Lehrkräften genommen. Alle anderen Personen – außer diejenigen, die sich in Quarantäne befinden – hätten regulär Unterricht.

    Schulunterricht am Montag entfällt

    Wie Gesundheitsamt und Schule übereinstimmend berichten, sollen die Ergebnissen etwa nach 48 Stunden ankommen. Bereits jetzt steht allerdings fest: Am Montag findet am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium kein Unterricht statt. Dann berät die Schulleitung, nachdem die Ergebnisse vorliegen, in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Schulbehörde über das weitere Vorgehen. Am Dienstag jedoch soll wieder Regelunterricht stattfinden.

    Zwölf infizierte Schüler am Gymnasium

    Das Gesundheitsamt Schweinfurt hatte die Reihentestung angeordnet, nachdem am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium innerhalb kurzer Zeit zwölf Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie besuchen sechs verschiedene Klassen über vier Jahrgangsstufen verteilt .

    Da sich Stadt und Landkreis Schweinfurt zum Corona-Hotspot entwickelt haben, gilt an den weiterführenden Schulen Maskenpflicht. Auch in manchen öffentlichen Bereichen von Schweinfurt, Gerolzhofen und Werneck muss nun Maske getragen werden. Aktuell liegt die Stadt Schweinfurt bei einer Sieben-Tage-Inzidenzrate von 67,38, der Landkreis bei 60,63. Das geht aus Daten des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervor. Damit liegen sowohl die Stadt als auch der Landkreis über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

    💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

    Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

    In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (erklärt von BR24)

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