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Bildrechte: BR/ Ralph Wege

Fotoaktion des Bündnisses für Demokratie und Toleranz "Schweinfurt ist bunt"

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    Schweinfurt: Fotoaktion gegen Rassismus

    Heute wird der Internationale Tag gegen Rassismus begangen. Bereits gestern hat es dazu in Schweinfurt eine Foto-Aktion gegeben. Mitglieder des Bündnisses für Demokratie und Toleranz "Schweinfurt ist bunt" hatten diese organisiert.

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    Von
    • Ralph Wege

    "Wir wollen darauf hinweisen, dass es auch bei uns in Schweinfurt, Franken und Bayern Rassismus gibt", erklärt Frank Firsching, Bündnissprecher von "Schweinfurt ist bunt": "Wir prangern das an und wollen das ändern." Um auf diese Botschaft aufmerksam zu machen, trafen sich Firsching und 14 weitere Mitglieder des Bündnisses.

    Auf dem Schweinfurter Marktplatz am Rückertdenkmal hielten sie Buchstabentafeln hoch. Diese ergaben die Worte "Stoppt Rassismus". Pressevertreter filmten und fotografierten die 15-minütige Aktion.

    Rassismus im Alltag melden

    "Wir erleben täglich, dass es auf der Straße, im Bekanntenkreis oder auch in den Firmen immer wieder Situationen gibt, wo Mensch mit anderer Hautfarbe, mit einem anderen Glauben negativ dargestellt werden." Dies habe alles rassistische Ansätze, so Bündnissprecher Firsching. "Im Kleinen beginnt dann das, was wir Rassismus nennen: Nämlich die Ausgrenzung, Stigmatisierung und Abkehr von Menschen." Seit der Wiedervereinigung hätten etwa 200 Menschen in Deutschland ihr Leben durch rechtsextreme, rassistische und antisemitische Gewalt verloren. "Jeder einzelne Fall ist für uns unerträglich", ergänzt Firsching. Jeder solle deshalb Alltagsrassismus öffentlich kritisieren und diesen melden.

    "Schweinfurt soll mehr gegen Rassismus unternehmen"

    Die Bündnismitglieder fordern die Stadt und den Landkreis Schweinfurt auf, eine Anlaufstelle einzurichten. Bei dieser solle jeder fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Vorkommnisse melden können. Zudem solle ein jährlich erscheinender Bericht erstellt werden. Dieser müsse Auskunft geben, ob sich rassistische Vorfälle in der Stadt und dem Landkreis zunehmen oder zurückgehen. Der Bericht solle dem Stadtrat und Kreistag regelmäßig vorgelegt werden, so die Forderung des Bündnisses.

    Beispiel: Würzburg

    Laut Firsching seien andere Kommunen bei der Bekämpfung des Alltagsrassismus weiter. Als Beispiel nannte der Bündnissprecher die Stadt Würzburg. "Während sich in Würzburg der Stadtrat einmal im Jahr mit dem rassistischen und antisemitischen Geschehen in der Stadt inhaltlich in öffentlicher Sitzung befasst, findet diese Auseinandersetzung weder im Ratssaal der Stadt Schweinfurt noch im Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Genau dort gehört diese Befassung jedoch hin."

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