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Der Automobilzulieferer ZF in Schweinfurt

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    Schweinfurt: Bald Kurzarbeit in Teilbereichen von ZF?

    Der Automobilzulieferer ZF in Schweinfurt hat bei der Arbeitsagentur für einzelne Bereiche Kurzarbeit angemeldet. Einer Unternehmenssprecherin zufolge beträfe eine mögliche Kurzarbeit vor allem die Beschäftigten im Bereich "Zweimassenschwungrad".

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    Von
    • Patrick Obrusnik
    • BR24 Redaktion

    Beim Schweinfurter Automobilzulieferer ZF könnte in einzelnen Abteilungen bald Kurzarbeit herrschen. Wie eine Unternehmenssprecherin dem Bayerischen Rundfunk mitteilte, hat ZF bei der Arbeitsagentur bereits Kurzarbeit für einzelne Bereiche angemeldet. Demnach wäre vor allem der Bereich "Zweimassenschwungrad" von einer möglichen Kurzarbeit betroffen. Das Zweimassenschwungrad ist zusammen mit Druckplatte und Kupplungsscheibe zwischen Motor und Getriebe verbaut und dient dazu, Motorschwingungen zu entkoppeln.

    Gründe: Materialknappheit und Rückgang bei Bestellungen

    Wie Unternehmenssprecherin Fabiola Wagner ausführte, sei die aktuelle Lage in der Automobilbranche "sehr volatil", da etwa Halbleiter fehlten. Diese Materialknappheit sei "zum einen herausfordernd auf der Beschaffungsseite, zum anderen führt dies zu Schwankungen in den Abrufen unserer Kunden."

    Urlaubstage und Überstundenabbau werden Kurzarbeit vorgeschaltet

    Aktuell versuche das Unternehmen noch, mit flexiblen Arbeitszeitmaßnahmen, wie etwa dem Abbau von Zeitkonten, die schwankende Nachfrage aufzufangen. Um auf weitere Schwankungen vorbereitet zu sein, hätte das Unternehmen für einzelne Bereiche Kurzarbeit angemeldet, so Wagner. Wie viele Mitarbeiter von einer möglichen Kurzarbeit betroffen wären, ist laut ZF-Sprecherin Fabiola Wagner noch unklar.

    Entscheidung über Kurzarbeit voraussichtlich in ein bis zwei Wochen

    Sollte sich die Nachfragesituation der Produkte wieder verbessern, werde das Unternehmen möglicherweise nicht auf die Kurzarbeit zurückgreifen und zur normalen Produktion zurückkehren. Die Unternehmenssprecherin erwartet eine Entscheidung in ein bis zwei Wochen.

    Der Betriebsrat von ZF wollte sich gegenüber dem BR nicht zur geplanten Kurzarbeit äußern. Man sei aktuell in Verhandlungen mit der Unternehmensleitung, ließ der Betriebsratsvorsiztende Oliver Moll verlauten.

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