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Schwarzbuch Oberbayern: Hier werden Steuergelder verschwendet | BR24

© BR/Antonia Schlosser

Auch im Rathaus von Landsberg am Lech wurde aus Sicht des Steuerzahlerbundes Geld verschwendet.

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    Schwarzbuch Oberbayern: Hier werden Steuergelder verschwendet

    Der Bund der Steuerzahler hat das Schwarzbuch 2018 präsentiert. Darin prangert der Bund die Verschwendung von Millionen Euro an Steuergeldern an. In Oberbayern werden beispielsweise Fälle in Landsberg und Herrsching am Ammersee kritisiert.

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    In Herrsching stört sich der Steuerzahlerbund an Pflanztrögen mit jeweils einem Baum, die sich die Gemeinde 145.00 Euro hat kosten lassen. Diese Tröge – 24 große und acht kleine – gehören zum neuen Verkehrskonzept. Doch viele Herrschinger seien der Meinung, dass die Kübel nur im Weg stünden, geschmacklos und völlig unnötig seien, moniert der Bund der Steuerzahler.

    Landsberg: Millionenschaden durch riskante Finanzgeschäfte

    Auch die Stadt Landsberg taucht im Schwarzbuch auf: Dort haben riskante Finanzderivatgeschäfte schon vor Jahren zu einem Millionenschaden geführt. Der Bund der Steuerzahler meint: Auf solche Geschäfte hätte man sich erst gar nicht einlassen dürfen.

    Und immer wieder München

    München taucht im Schwarzbuch mehrmals auf. Oft geht es um gestiegene Kosten am Bau – zum Beispiel bei der Sanierung des Gärtnerplatztheaters. 70 Millionen Euro waren kalkuliert. Daraus wurden zuerst 94 Millionen, dann kamen weitere 25 Millionen dazu, sodass die Sanierung am Ende mehr als 120 Millionen kostete. Deshalb tauchte das Theater auch schon im Schwarzbuch 2016 auf.

    Die ursprünglichen Kosten seien zu knapp kalkuliert worden, sagte Eberhard Schmid, Leiter des Staatlichen Bauamts München I, auf BR-Anfrage. Unter anderem hätten auch nicht-vorhersehbare Probleme für Bauverzögerungen gesorgt. So sei im Theater viel mehr Asbest verbaut worden als gedacht. Seine Behörde habe jedoch die Lehren aus der Sanierung des Gärtnerplatztheaters gezogen und bewerte seitdem die Risikokosten anders.

    Kostensteigerung auch beim Arnulfsteg

    Aufgelistet wird auch der sogenannte Arnulfsteg, über den in Zukunft Fußgänger und Radfahrer aus der Maxvorstadt über die Bahngleise ins Westend kommen sollen: Er kostet mehr als 26 Millionen Euro – statt rund 18 Millionen, wie ursprünglich geplant. Dafür macht der Bund der Steuerzahler zwar nicht die Stadt verantwortlich, er hofft aber, dass sich München einen Teil des Geldes von den betroffenen Firmen zurückholt.

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    Autor
    • Birgit Frank
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