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Schwarzarbeit: Razzia in der Münchner Fußball-Arena | BR24

© dpa-Bildfunk/Philipp Kimmelzwinger

Schwarzarbeit: Razzia in der Münchner Fußball-Arena

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Schwarzarbeit: Razzia in der Münchner Fußball-Arena

In der Münchner Allianz-Arena sind offenbar viele Security-Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß beschäftigt. Das haben Kontrolleure des Zolls bei einer Razzia festgestellt. Zahlreiche Mitarbeiter seien vor der Kontrolle geflohen.

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Bei einer großangelegten Razzia am Dienstagabend in der Münchner Fußball-Arena haben Kontrolleure die Beschäftigungsverhältnisse der meisten Security-Mitarbeiter beanstandet. Über die Hälfte konnte keinen Nachweis für einen gewerberechtlich zulässigen Einsatz als Sicherheitskraft erbringen, so das Hauptzollamt Rosenheim.

100 Verstöße bei Sozialversicherung

Bei 194 von 253 Mitarbeitern registrierten die Kontrolleure Unregelmäßigkeiten oder Gesetzesverstöße. Allein im Zusammenhang mit möglicher Schwarzarbeit ergaben sich dabei 100 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Vorschriften. Außerdem gab es bei einigen der Kontrollierten Probleme mit Arbeitsgenehmigungen und dem Ausländerrecht. Viele Security-Mitarbeiter haben laut Zoll die Flucht ergriffen, als sie von der Kontrolle erfuhren.

Das Ziel der Razzia

Bei der Razzia am Dienstagabend haben Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Münchner Polizei und der Gewerbeüberwachung des städtischen Kreisverwaltungsreferats zusammengearbeitet. Ziel der Razzia war, herauszufinden, ob die im sicherheitsrelevanten Bereich Beschäftigten sozialversicherungspflichtig gemeldet sind, ihren Ausweis mit sich führen und auch alle sonstigen arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Bedingungen als Wachpersonal erfüllen.

Wie die SZ berichtet, sind die Ordner von der Münchner Firma Veranstaltungsdienst Paul Mayr gestellt, welche auch Subunternehmer beauftrage. Der FC Bayern oder die Stadion GmbH seien hier außen vor. Ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats sagte gegenüber der SZ, dass man sich "bereits in engem Kontakt mit dem FC Bayern" befinde, um "an Lösungen zu arbeiten".