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Schwarz-Grün in Augsburg rückt näher | BR24

© dpa-Bildfunk / Stefan Puchner

Im neuen Augsburger Stadtrat haben CSU und Grüne eine Mehrheit.

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    Schwarz-Grün in Augsburg rückt näher

    Eine CSU-geführte Stadtregierung "mit grüner Handschrift" hat die neue Augsburger Oberbürgermeisterin nach der Stichwahl angekündigt. Jetzt hat der CSU-Vorstand den Weg dafür freigemacht. Damit steht im Rathaus ein großes Stühlerücken bevor.

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    Große Einigkeit im Vorstand der Augsburger CSU: Einen Monat nach der Stadtratswahl hat das Gremium den Koalitionsvertrag mit den Grünen gebilligt - und zwar einstimmig. Das teilte der Vorsitzende des CSU-Bezirksverbands, Volker Ullrich, nach einer Videokonferenz des Vorstands mit. Damit hat die stärkste Kraft im neuen Augsburger Stadtrat den Weg für ein schwarz-grünes Zweierbündnis freigemacht.

    CSU und Grüne wollen Klimaschutz in Augsburg voranbringen

    Die Grünen-Spitze will sich nun mit einer Mitgliederbefragung die Zustimmung der Parteibasis holen. Wie die Augsburger Grünen auf ihrer Internetseite mitteilen, läuft die schriftliche Befragung bis zum 27. April. Die Parteispitze hat nach eigenen Angaben mit der CSU vereinbart, Augsburg zur klimafreundlichsten Metropole in Bayern zu machen. Man wolle "nachhaltige Mobilität konsequent vorantreiben", also den Radverkehr stärken und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Außerdem wolle man den Integrationsbeirat stärken, die Gleichberechtigung voranbringen und Augsburg zu einer "Regenbogenstadt" machen.

    SPD in Augsburger Stadtregierung künftig außen vor

    In den vergangenen sechs Jahren hatte es in Augsburg eine schwarz-rot-grüne Koalition gegeben. Bei der Kommunalwahl Mitte März musste die SPD aber schwere Verluste hinnehmen und stürzte auf 14,3 Prozent ab, während die Grünen mit 23,4 Prozent zweitstärkste Kraft nach den Christsozialen wurden. Das geplante schwarz-grüne Bündnis verfügt über 34 der 60 Sitze im Rat von Bayerns drittgrößter Stadt.

    Stühlerücken im Augsburger Rathaus

    Unklar ist noch die genaue Besetzung der künftigen Referentenposten, wenn die Grünen-Basis der geplanten Koalition mit der CSU zustimmt. Sozialbürgermeister Stefan Kiefer (SPD) und sein Parteifreund, Ordnungsreferent Dirk Wurm, könnten dann ihre Posten verlieren, weil die Sozialdemokraten die Stadtregierung wohl verlassen müssten.

    Mit Eva Weber in Augsburg erstmals Frau an Stadtspitze

    Bei der OB-Stichwahl hatte sich die CSU-Kandidatin Eva Weber gegen den SPD-Bewerber Wurm durchgesetzt. Erstmals in der mehr als 2000-jährigen Geschichte Augsburgs steht damit künftig eine Frau an der Spitze der Stadt. Nach der Stichwahl kündigte Weber im BR-Interview eine CSU-geführte Stadtregierung mit "grüner Handschrift" an. Eine Konstellation, die nach und nach Gestalt annimmt. Der amtierende Rathauschef Kurt Gribl (CSU) war nach zwei Amtszeiten nicht mehr angetreten. Die Amtsübergabe ist für Anfang Mai geplant.

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