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Rund 100 Menschen feierten trotz Corona auf der Straße in Schwangau Fasching (Symbolbild)

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    Schwangau: Rund 100 Menschen feiern trotz Corona Fasching

    Etwa 100 verkleidete Menschen, dazu drei Faschingswägen - es war keine kleine Feier, die die Polizei am Montag in Schwangau auflösen musste. Veranstalter wie Teilnehmer wird der Faschingstrubel zu Corona-Zeiten wohl teuer zu stehen kommen.

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    • BR24 Redaktion

    Trotz Corona haben im schwäbischen Schwangau im Landkreis Ostallgäu nach Schätzungen der Polizei rund 100 Menschen am Sonntagnachmittag auf der Straße Fasching gefeiert.

    Faschingszug mit drei Wägen

    Zeugen hätten das Geschehen in der 3.000-Einwohner-Gemeinde beobachtet und gemeldet, wie die Polizei am Montag mitteilte. In einer Nebenstraße fanden die Beamten dann drei Faschingswägen, zahlreiche verkleidete Menschen und Zuschauer vor.

    Beim Anblick der uniformierten Beamten hätten einige Teilnehmer des unerlaubten Faschingszuges die Flucht ergriffen. Die Polizisten lösten das närrische Treiben auf, nahmen die Personalien von rund 20 verbliebenen Feiernden und Zuschauern auf und gaben diese an das Landratsamt weiter.

    Hohe Strafen für Veranstalter und Teilnehmer

    "Der Organisator der Veranstaltung muss mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld rechnen", sagte ein Polizeisprecher. "Sofern er ermittelt werden kann." Für die übrigen Teilnehmer könne die verbotene Feier bis zu 500 Euro kosten. Kein Bußgeld sei fällig, wenn man nur zufällig vorbeigekommen sei und die Abstandsregeln eingehalten habe.

    Verkleidetes Paar gibt sich ahnungslos

    Erst am Wochenende hatte die Polizei Eichstätt zwei illegale Feiern beenden müssen. Am Samstag hatten rund dreißig Menschen im oberbayerischen Mörnsheim eine Faschingsparty gefeiert, die durch einen Zeugen aufflog. Die eintreffenden Beamten fanden außer jeder Menge alkoholischer Getränke nur noch ein verkleidetes Pärchen vor, die angeblich "von keiner Feier wussten".

    In Hitzhofen, ebenfalls in Oberbayern, hatte ein 45-Jähriger zu einer privaten Feier geladen. Ein Zeuge bemerkte jedoch 15 geparkte Fahrzeuge und verständigte die Polizei. Bei der Befragung gab der Veranstalter laut Polizei an, dass seine Frau sieben bis acht Leute eingeladen habe.

    In allen Fällen wird es Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz geben.

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